Ehemaliger Vertreter der Nebenklage im NSU-Prozess Mehmet Daimagüler: Wir brauchen keine Rassisten in Uniform
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Der Rechtsanwalt und ehemalige Vertreter der Nebenklage im NSU-Prozess, Dr. Mehmet Daimagüler, hatte sich nach Bekanntwerden des NSU in den Staatsorganen ein deutlicheres Engagement gegen Rassismus erhofft. Zehn Jahre nach der Enttarnung der neonazistischen Terrorvereinigung macht Daimagüler im phoenix-Interview deutlich: "Wir können nicht jede Woche eine neue Nazi-Chatgruppe bei der Polizei oder Bundeswehr entdecken und anschließend immer noch von Einzelfällen sprechen. Wir brauchen eine vernünftige Studie, die diesen Sachen nachgeht." Im Polizeialltag habe sich bis heute wenig verändert: "Institutioneller Rassismus, das sind Themen, die immer noch virulent sind. Racial Profiling ist ein Phänomen, das wir jeden Tag in Deutschland erleben", so der ehemalige Polizeiausbilder. "Wir brauchen keine Nazis und keine Rassisten in Uniform im Polizeidienst und müssen Wege finden, diese Personen schneller zu entlassen." Daimagüler wünscht sich deshalb von der Leitungsebene in den Behörden klare Kante und schlägt regelmäßige Menschenrechts-Trainings, auch nach Ende der Ausbildung, vor. "Der Rechtsstaat muss Zähne haben, er muss sich auch nach innen saubermachen", fasst der ehemalige Opferanwalt zusammen.
Das gesamte Interview finden Sie auf der phoenix Homepage, dem phoenix-YouTube-Kanal und in den ARD- und ZDF-Mediatheken.
https://www.youtube.com/watch?v=yfZumoiZ7nM
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Datum: 04.11.2021 - 10:46 Uhr
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