MZ zu Afghanistan und Erdbeben
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Es geht bei der Hilfe nicht um die Regierungsform oder die Machthaber, sondern um die Menschen des Landes. Auch nach Syrien und Nordkorea fließt humanitäre Hilfe, obwohl die totalitären Regime dort alles andere als unterstützenswert sind. Dass die Hilfe, auch wenn sie direkt an die Bedürftigen fließt, brutale Machthaber zumindest mittelbar unterstützt, indem man ihre Herrschaft ein Stück weit stabilisiert, muss leider in Kauf genommen werden. Das Gegenteil - wegschauen, hungern und sterben lassen - ist keine Option.
Eine bittere Erkenntnis ist auch, dass es akute Katastrophen zu brauchen scheint, damit sich die Aufmerksamkeit wieder auf Afghanistan richtet. Schon ein knappes Jahr nach dem Abzug der internationalen Truppen war das Land wieder aus dem Fokus geraten - auch weil es mit dem Ukraine-Krieg einen Konflikt gab und gibt, der näher und unmittelbarer wirkt. Das Vergessen darf nach dem ersten Schreck nicht gleich wieder einsetzen.
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Marc Rath
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Datum: 23.06.2022 - 17:12 Uhr
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