Greenpeace untersucht Kriegsgebiet um Tschornobyl auf Radioaktivität / Angaben der Internationalen

Greenpeace untersucht Kriegsgebiet um Tschornobyl auf Radioaktivität / Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) sollen überprüft werden

ID: 1994951
(ots) -

18. 7. 2022 - Nahe der AKW-Ruine Tschornobyl untersucht ein internationales Team von fünf Atom-Experten unter der Leitung von Greenpeace-Deutschland eine verlassene russische Stellung auf radioaktive Strahlung. Die Schützengräben und Unterstände hoben russische Soldaten Ende Februar während des Angriffs auf die Ukraine nahe und inmitten der stark verstrahlten Zone des "roten Waldes" westlich des havarierten AKW aus. Ungefähr 600 Soldaten waren dort im Einsatz. Die Umweltschützer wollen herausfinden, welche Folgen die russische Invasion für kontaminierte Gegenden hat. Die Recherche-Reise ist von der ukrainischen Regierung genehmigt. Erstmals seit Beginn der russischen Invasion wird nun unabhängig gemessen und die Aussage der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) überprüft. Laut IAEO habe zu keinem Zeitpunkt eine große Gefahr für Menschen und Umwelt bestanden. Stellvertretender Direktor der IAEO ist Mikhail Chudakov, ein jahrelanger Mitarbeiter des russischen Atomkonzerns Rossatom.

"Wir wollen wissen, was vor Ort geschehen ist. Die bisherigen Angaben der IAEO zu den Folgen des Krieges auf Atomanlagen sind unzureichend", sagt Thomas Breuer, Atomexperte von Greenpeace Deutschland, vor Ort in Tschornobyl. Die ukrainischen Behörden ermöglichen Greenpeace-Deutschland die Arbeit, um unabhängige Informationen über die Sicherheit in der Region zu erhalten. Bei der Explosion des Tschornobyl-Reaktors 1986 gingen kleinste Teilchen des Kernbrennstoffes in den betroffenen Gebieten nieder. Insgesamt wurden neun Tonnen Brennstoff pulverisiert und verteilt. "Die Europäische Kommission möchte die Atomkraft fördern und sie in ihre Taxonomie aufnehmen. Deshalb ist es wichtiger denn je, die Umweltauswirkungen der schlimmsten Atomkatastrophe der Welt zu dokumentieren und Atomkraft endlich zu beenden," sagt Breuer.

Während des russischen Aufmarsches und der Erdarbeiten in der Region warnten Experten von Greenpeace davor, dies könne zu einer verstärkten radioaktiven Belastung führen. Die IAEO gab hingegen am 28.4. Entwarnung. Die Atom-Organisation arbeitet bisher mit einem UN-Mandat für die Weiterverbreitung der Atomkraft einzutreten und ist zurückhaltend mit Kritik.



Die Ergebnisse der Recherchen wird Greenpeace Deutschland am 20.7. um 9:00 Uhr MESZ auf einer Pressekonferenz in Kyiv) auf englisch präsentieren (Zoom: https://t1p.de/dzbks).

Pressekontakt:

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Thomas Breuer, Tel. +491718780820, und Pressesprecher Björn Jettka, Tel. +491718780778 (beide vor Ort). Fotos unter https://t1p.de/31enn Videomaterial unter https://t1p.de/d0zww Greenpeace verwendet die ukrainische Schreibweise für Städte und geographische Namen der Ukraine, also "Kyiv" statt "Kiew" und "Tschornobyl" statt "Tschernobyl".
Internet: www.presseportal.greenpeace.de. Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace auf Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook: www.facebook.com/greenpeace.de.

Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Klimaticket kann Haushalte entlasten und CO2-Ausstoß im Verkehr um Millionen Tonnen senken / Dauerhaftes günstiges ÖPNV-Ticket lässt sich über Subventionsabbau finanzieren Greenpeace-Messungen: Internationale Atomenergiebehörde verharmlost Atom-Gefahr durch russische Invasion in Tschornobyl / Bewertungen der Behörde müssen überprüft werden
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.07.2022 - 06:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1994951
Anzahl Zeichen: 3209

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Tschornobyl/Ukraine



Kategorie:

Umweltpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 322 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Greenpeace untersucht Kriegsgebiet um Tschornobyl auf Radioaktivität / Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) sollen überprüft werden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Greenpeace e.V. (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

37 Millionen Euro pro Tag: Ölkonzerne kassieren während Waffenruhe im Irankrieg noch mehr ab / Greenpeace-Berechnung: Konzerne geben gesunkenen Rohölpreis an der Zapfsäule nicht weiter ...
Hamburg, 13. 4. 2026 - Die Übergewinne der Ölkonzerne sind während der Waffenruhe zwischen den USA und Iran weiter deutlich gestiegen. Weil die Konzerne nach dem Ende der Kampfhandlungen die gesunkenen Rohölpreise nicht an die Kundschaft weitergaben, schnellten ihre Gewinne in Deutschland um ein

40 Jahre nach Chornobyl: Greenpeace-Aktive protestieren für Unterstützung bei Wiederaufbau der zerstörten Schutzhülle / Greenpeace-Report dokumentiert Folgen des russischen Drohnenangriffs ...
14. 4. 2026 - Vor dem 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Chornobyl protestieren zwei Greenpeace-Aktivist:innen mit einem "Stand With Ukraine"-Banner unmittelbar vor der Atomruine dafür, die Ukraine beim Schutz der Unfallstelle stärker zu unterstützen. Die durch einen russischen Dr

Greenpeace-Rechtsgutachten zeigt: Bundesregierung kann staatenlose Schattenflotten-Tanker stoppen / Acht Tanker ohne Flaggenzugehörigkeit haben deutsche Gewässer seit Dezember unbehelligt durchfahre ...
19. 2. 2026 - Die Bundesregierung verpasst es regelmäßig, flaggenlose Tanker der russischen Schattenflotte aufzubringen und hindert sie auch nicht an der Weiterfahrt. Dadurch steigt die Gefahr einer Havarie und Ölpest in der Ostsee. Greenpeace belegt mit einem neuen Rechtsgutachten (https://t1p.d


Weitere Mitteilungen von Greenpeace e.V.


Klimaticket kann Haushalte entlasten und CO2-Ausstoß im Verkehr um Millionen Tonnen senken / Dauerhaftes günstiges ÖPNV-Ticket lässt sich über Subventionsabbau finanzieren ...
Ein Klimaticket für maximal einen Euro pro Tag kann Haushalte um mehrere Hundert Euro pro Monat entlasten und gleichzeitig bis zu 6 Millionen Tonnen CO2 einsparen, zeigt eine heute veröffentlichte Greenpeace-Kalkulation (https://act.gp/3cb8kvz). Das Papier vergleicht die Gesamtkosten von sieben

Greenpeace-Kalkulation: Früherer Verbrenner-Ausstieg spart Deutschland bis zu 177 Milliarden an Energiekosten / Ehrgeizigere EU-Ziele können CO2-Rückstand im Verkehr deutlich verringern ...
Hamburg, 20. 6. 2022 - Den von EU-Kommission und -Parlament vorgeschlagenen Umstieg auf abgasfreie Autos vorzuziehen, kann die Energiekosten allein in Deutschland um zusätzliche 177 Milliarden Euro senken, zeigen heute veröffentlichte Berechnungen von Greenpeace (https://act.gp/3xtywbL). In der

ÄNDERUNG: Brot für die Welt verteidigt Indiens Exportverbot für Weizen / Regierung verhindere Hunger. Statt das zu kritisieren sollten die G7 ihren Verbrauch für Kraftstoff und Futter reduzieren ...
(Brot für die Welt hat nach Erscheinen des Artikels das Zitat im 2. Absatz dahingehend korrigiert, dass rund 60 Prozent des in Deutschland verbrauchten Weizens in Trog und Tank landeten, also nicht 80 Prozent des Weizens in Deutschland.) Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" hat d

Brot für die Welt verteidigt Indiens Exportverbot für Weizen / Regierung verhindere Hunger im eigenen Land. Statt das zu kritisieren sollten die G7 ihren Verbrauch für Kraftstoff und Futter reduzie ...
Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" hat die Kritik der G7-Staaten an Indiens Exportverbot für Weizen zurückgewiesen. "Es ist nur gerechtfertigt, wenn die indische Regierung Hunger im eigenen Lan durch einen Ausfuhrstopp verhindern will", sagte Francisco Marí, Welte


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z