Woelki sprach bei Treffen mit Papst in Rom nichtüber Rücktritt
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Der Kölner Kardinal Rainer Woelki hat bei einem Treffen mit Papst Franziskus in Rom nicht über seinen möglichen Rücktritt gesprochen. Bei einem "kurzen Gespräch" am Rande der Ernennung neuer Kardinäle in Rom habe sein Rücktrittsgesuch "keine Rolle gespielt", sagte der wegen der Missbrauchsaufarbeitung im Erzbistum Köln in der Kritik stehende Woelki in einem Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe). "Ich wollte den Papst in keiner Weise bedrängen. Er hätte die Möglichkeit gehabt, mir dazu in unserer Begegnung etwas zu sagen oder mich zu bitten, bei ihm vorbeizukommen. Das ist nicht passiert. Also gehe ich davon aus, dass er in seiner Entscheidungsfindung noch nicht so weit ist, um jetzt mit mir darüber sprechen zu können."
Wegen der scharfen Kritik an seiner Amtsführung hatte Woelki Franziskus seinen Rücktritt angeboten, darüber hat der Papst noch nicht entschieden. Der Kardinal erklärte, ein Rücktritt sei "nicht meine Entscheidung. Ich habe den Rücktritt angeboten. Jetzt ist der Papst am Zug". Er sei "kein CEO oder Politiker". Als Bischof könne er "im Gegensatz etwa zu früheren Bundespräsidenten oder anderen Spitzenpolitikern - eben nicht einfach hingehen und sagen: Ich trete zurück und mache Platz für jemand anderen".
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Datum: 02.09.2022 - 14:00 Uhr
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