Mehr BAföG-Empfänger sind kein Anlass zur Zufriedenheit
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Mehr BAföG-Empfänger sind kein Anlass zur Zufriedenheit
"Die gestiegene Zahl von BAföG-Empfängern ist kein Anlass zur Zufriedenheit", erklärt Nicole Gohlke, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten zum BAföG. "Die Zahl muss ins Verhältnis gesetzt werden zur Zunahme der Studierenden insgesamt, was natürlich Auswirkungen auf die Zahl der BAföG-Empfänger hat. Die Gefördertenquote ist aber nach wie vor mager: In den 1970er Jahren wurden noch über 40 Prozent der eingeschriebenen Studierenden durch das BAföG gefördert, heute sind es unter 20 Prozent. Die sinkende Zahl der voll geförderten BAföG-Empfänger ist zudem ein Indiz dafür, dass die Erhöhung der Freibeträge nicht mit der Einkommensentwicklung Schritt hält." Gohlke weiter:
"Dass CDU/CSU und FDP dem Stipendienprogramm Vorrang vor dem BAföG geben, ist ein klares Bekenntnis zur Elitenförderung und eine Absage an soziale Ausbildungsförderung. Schwarz-Gelb hat offensichtlich kein Interesse daran, dass mehr Jugendliche aus finanziell schwachen Familien studieren können. So wird die soziale Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben.
DIE LINKE fordert einen umfassenden Ausbau des BAföG. Es muss den tatsächlichen Bedarf decken, wofür eine Erhöhung der Bedarfssätze um mindestens zehn Prozent nötig ist. Außerdem sollte der Darlehensanteil abgeschafft und der Kreis der Empfänger durch eine deutliche Erhöhung der Freibeträge ausgeweitet werden. Auch die Altersgrenze ist längst nicht mehr zeitgemäß und muss abgeschafft werden."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
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Datum: 14.07.2010 - 18:33 Uhr
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