Merkel wird bei Weiterbildung-Mindestlohn wortbrüchig
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Merkel wird bei Weiterbildung-Mindestlohn wortbrüchig
"Es gibt keinen vernünftigen Grund, einen Mindestlohn für die Weiterbildungsbranche zu blockieren. Wer das tut, hat die Bedeutung von Bildung und insbesondere von Weiterbildung noch immer nicht erkannt, denn er riskiert erhebliche Qualitätsverluste. Schlechte Arbeitsbedingungen gehen immer zu Lasten der Qualität.
Die Bundesregierung ist verantwortlich, wenn sich die Lohndumping-Spirale in der Weiterbildungsbranche weiterdreht. Es ist ein Skandal, dass sie tatenlos zuschaut, wenn Menschen von ihrer eigenen Hände Arbeit nicht mehr leben können.
Die Kürzungsprogramme der Bundesregierung werden einen weiteren Unterbietungswettbewerb seitens der Bildungsträger auslösen, zu Lasten der Beschäftigten und der Teilnehmer. Die Chancen von Menschen ohne Erwerbsarbeit, sich durch Weiterbildung wieder in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern, schwinden dadurch weiter.
Es wird immer offensichtlicher, dass man sich bei der Bekämpfung von Lohndumping nicht auf die Bundesregierung verlassen kann und dass Branchenmindestlöhne nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Wir brauchen endlich den gesetzlichen Mindestlohn für alle."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 06.10.2010 - 21:46 Uhr
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