Aufschwung kommt bei Beschäftigten und Erwerbslosen nicht an

Aufschwung kommt bei Beschäftigten und Erwerbslosen nicht an

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Aufschwung kommt bei Beschäftigten und Erwerbslosen nicht an



(pressrelations) - "Viele Beschäftigte und Erwerbslose profitieren nicht von der wirtschaftlichen Erholung. Für sie ist der so genannte Aufschwung am Arbeitsmarkt ein Abstieg in atypische und prekäre Beschäftigung, zu Niedriglohn und Leiharbeit", erklärt Sabine Zimmermann zum Arbeitsmarktbericht der Bundesregierung für den Monat Januar. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Wir befinden uns nicht auf der Schnellstraße zur Vollbeschäftigung, sondern auf einer Autobahn ohne Tempolimit zu Niedriglohnbeschäftigung und Armut. Die Zahl der Hartz IV-Aufstocker ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Vor diesem Problem darf die Bundesregierung nicht länger die Augen verschließen. Es kann nicht sein, dass Arbeitgeber, die Billiglöhne zahlen, vom Steuerzahler subventioniert werden, da ihre Beschäftigten vom Lohn ihrer Arbeit nicht leben können. Für DIE LINKE gibt es nur eine Antwort auf diese dreiste Praxis: die Einführung eines flächendecken gesetzlichen Mindestlohns von zehn Euro pro Stunde und Equal Pay im Bereich der Leiharbeit vom ersten Tag der Beschäftigung an.

Alarmierend ist auch, dass es immer noch über 900.000 Langzeiterwerbslose gibt. Dieser Personenkreis benötigt dringend Weiterbildung und Qualifizierung, um jemals wieder in den Arbeitsprozess zurückkehren zu können. Wegen der Kürzungen im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik verfügen die Jobcenter aber nicht über genügend Mittel zur Finanzierung sinnvoller Weiterbildungsmaßnahmen. Die Bundesregierung muss endlich diesen arbeitsmarktpolitischen Irrweg verlassen, um den hohen Sockel der Langzeiterwerbslosigkeit abzubauen."

F.d.R. Christian Posselt


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