Reiseland Deutschland staerken

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Reiseland Deutschland staerken



(pressrelations) - Anlaesslich der Internationalen Tourismusboerse in Berlin erklaert der tourismuspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Hans-Joachim Hacker:

Deutschland praesentiert sich auf der Internationalen Tourismusboerse als weltweit anerkanntes und beliebtes Reiseland. Zwischen Strandurlaub und Bergwandern, Kulturdenkmalen und Staedtetouren, aber auch Grossereignissen wie Sportwettbewerben hat Deutschland viel zu bieten. Doch der internationale Markt schlaeft nicht. Auch das ist auf der Internationalen Tourismusboerse zu sehen. Deutschland muss sich im weltweiten Vergleich mit herausragenden Angeboten behaupten.

Tourismuswirtschaft und die Bundesregierung muessen hier Hand in Hand gehen. Die Bundesregierung ist in der Pflicht, bei der Entwicklung weiterer touristischer Potenziale zu unterstuetzen.

Auf ein versprochenes Konzept fuer eine Foerderung des Landtourismus warten wir schon lange. Neue Chancen fuer den Wassertourismus werden nur im Schneckentempo erschlossen.

Entsprechende Beschluesse des Bundestages harren noch immer der Umsetzung. Sie koennten durch eine Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sogar in schwere See geraten.

Deutschland darf aber kein geteiltes Reiseland werden. Die auf der Internationalen Tourismusboerse von der Sparkasse vorgestellten Ergebnisse des Tourismusbarometers sind alarmierend. Demnach stagniert der Tourismus in den Neuen Laendern. Die Zuwaechse in den alten Laendern sind deutlich hoeher. Hier muss gemeinsam mit den Laendern untersucht werden, welcher Infrastrukturausbau notwendig ist und wie den Laendern unter die Arme gegriffen werden kann.

Gerade fuer den internationalen Markt ist der Gesundheitstourismus von Bedeutung fuer die Gewinnung neuer Zielgruppen. Auch hier geht es nur schleppend voran. Die demografische Entwicklung muss gerade im touristischen Bereich auch als Chance angesehen werden: mit gezielten Angeboten fuer alle Altersgruppen und fuer Reisende mit Handicap. Fuer barrierefreies Reisen sind aber nicht nur Reiseveranstalter in der Pflicht. Vielmehr geht es hier auch um den barrierefreien Umbau der Stadtraeume und oeffentlicher Einrichtungen. Auch hier gibt es eine Menge zu tun.



Die arabischen Laender werben in diesem Jahr nach dem revolutionaeren Umbruch gezielt um Besucherinnen und Besucher.

Im Mittelpunkt steht aber auch die Sicherheit von Reisenden.

Nach den Ereignissen am Jahresbeginn ist die Bundesregierung in der Verantwortung ihr System von Sicherheitshinweisen und Reisewarnungen zu ueberpruefen. Viele Reisende konnten die Hinweise nicht nachvollziehen, waren von ihnen eher verunsichert.

Schliesslich hat die Bundesregierung noch weitere touristische Baustellen zu bearbeiten. Fuer grosse Unsicherheit sorgt in der Branche die Luftverkehrsteuer. Die Auswirkungen auf den Reisemarkt sind zu spueren: an einigen Flughaefen gehen die Flugzahlen unmittelbar aufgrund der erhobenen Steuer zurueck.

Moeglicherweise gehen auch Investitionsvorhaben in Flughaefen verloren. Die Bundesregierung muss hier rasch umsteuern und die Folgen der Luftverkehrsteuer ueberpruefen.

Als Zeichen der Solidaritaet mit der Demokratiebewegung in Aegypten sollte fuer dieses Land der Steuersatz der Luftverkehrsteuer von 25 auf acht Euro gesenkt werden. Diese Regelung muesste auch Israel miterfassen. Damit wuerde Aegypten Mitbewerbern auf dem Tourismusmarkt im Mittelmeerraum gleichgestellt.


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