?Ich bin absolut kein Werner-Reinke-Fan?
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"Ich bin absolut kein Werner-Reinke-Fan"
"Ich will das eigentlich möglichst klein halten", sagt Werner Reinke über seinen 65. Geburtstag, den er am Sonntag, 19. Juni, im Freundes- und Familienkreis begeht. Der Moderator meint: "Es passiert ja nichts weiter. Ich feiere einen Geburtstag und sende einfach durch." Seine unzähligen treuen Hörer, viele davon wahre Reinke-Fans, die ihm bei jeder Sendung Mails ins Studio schicken, wird es freuen. "Ich muss nichts mehr beweisen, ich mache weiter, solange es mir und den Hörern Spaß macht", sagt Reinke, der seit 40 Jahren für die Hörer des Hessischen Rundfunks (hr) moderiert. Aktuell sendet er bei hr1 mit unverwechselbarer Stimme und unerschöpflichem Popmusik-Wissen: donnerstags von 20 Uhr bis Mitternacht und samstagvormittags ab neun Uhr drei Stunden lang "Reinke am Samstag". Bei ihm geben sich die Stars von Tom Jones bis Peter Maffay die Klinke in die Hand. Und doch ist ihm ein Wunsch-Gast bisher versagt geblieben: Don Henley von den "Eagles". Die treten ausgerechnet am Sonntag, also an seinem Geburtstag, in Wiesbaden auf. "Dann muss ich sie mir eben zwei Tage später in Köln angucken", sagt Reinke und ergänzt: "Don Henley ist der beste Texter im Popgeschäft, ein traumhafter Gesprächspartner wäre das. Am besten zusammen mit Bob Seger in der Sendung, noch so ein absoluter Wunschgast." Fast alle anderen waren schon bei ihm ? kein Wunder, Reinke hat sich in über vier Jahrzehnten als Moderator im Radio und auf der Bühne einen legendären Ruf nicht nur bei Hörern, sondern auch bei Künstlern erworben.
Bei Werner Reinke begann der Einstieg in die wunderbare Welt des Hörfunks 1968. Bereits damals legte der gelernte Holzimportkaufmann als Nebenerwerbs-DJ in seiner Heimat Delmenhorst begeistert Importscheiben auf. "Ich gehöre zu den privilegiertesten Jahrgängen", ist Reinke noch heute dankbar, "alles war möglich in den Aufbaujahren und vor allem: ich habe das aufregendste Popjahrzehnt aller Zeiten, die Sechziger, miterlebt." Als er dann einem Moderator bei Radio Bremen brandneu importierte Schallplatten aus England anbot, war der Weg bis ans Mikrofon nicht mehr weit. In Bremen entwickelte sich Reinke zu einer wahren Moderationsallzweckwaffe, auf die nach ein paar Jahren auch der Hessische Rundfunk aufmerksam wurde. Hanns Verres, zu jener Zeit hr-Unterhaltungschef, holte Werner Reinke 1971 nach Frankfurt, wo er sich sehr bald bei der damals neuen Service-Welle hr3 etablieren konnte. Es folgten 777 von ihm moderierte Ausgaben der "Hitparade International" und viele weitere Sendungen von der "Mittags-Discotheke" über "Apropop" bis "Kuschelrock".
Während der neunziger Jahre musste das Radio ohne Werner Reinke auskommen, seine selbst erbetene Auszeit dauerte immerhin bis 2002. Dann die Rückkehr zum hr: Aus ein paar Gastauftritten zum 30. Geburtstag von hr3 wurde ? nach begeisterten Hörerreaktionen - ein Dauergastspiel. Und das geht auch nach dem Wechsel zu hr1 vor gut zwei Jahren erst einmal weiter. "Aber nur aus Freude am Radiomachen und nicht, weil ich mich etwa so toll finde", sagt Reinke, im Gegenteil: "Ich bin absolut kein Reinke-Fan. Ich höre viele Sendungen hinterher ab, und es gibt keine Sendung, in der ich nicht Fehler entdecke. Irgendwann will ich nochmal die hundertprozentige Sendung machen." Dabei nimmt er auch dickere Ausrutscher mit Humor. "In den Sendungen samstagvormittags merke ich erst nach den ersten Sätzen, ob ich wirklich wach bin. Als ich neulich einen schlauen Satz von Mick Fleetwood ziemlich daneben mit ?Da ist ein Loch im Topf? übersetzt habe, merkten das aufmerksame Hörer sofort. Ich entschuldigte mich und erklärte, dass dies wohl nicht mein bester Morgen ist." Diese Souveränität ist wohl neben der sonoren Stimme und dem Sprachwitz ein Rezept für den jahrzehntelangen Erfolg Reinkes. Der hr1-Moderator wird sich und den Hörern treu bleiben, auch nach seinem 65. Geburtstag - der ihn auch diesmal wieder ein klein wenig traurig stimmen wird. Denn sein Freund und Mentor ist ausgerechnet an einem Geburtstag Reinkes gestorben, vor acht Jahren: Hanns Verres, der dafür gesorgt hat, dass aus Werner Reinke ein ganz Großer geworden ist, der auch nach 43 Jahren und rund 10000 Sendungen die Lust auf authentisches Radio nicht verloren hat.
Rückfragen an: Hartmut Hoefer, hr-Pressestelle, Telefon: (069) 155 -2782/-2482, hhoefer@hr-online.de
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Datum: 22.07.2011 - 08:10 Uhr
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