Neues Deutschland: Schmidt-Eenbohm kritisiert Aktenvernichtung beim BND
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Personalakten des Bundesnachrichtendienstes (BND) ist vom
Geheimdienstexperten Erich Schmidt-Eenbohm kritisiert worden. Wie die
Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der
Linksfraktion zugegeben hat, wurden allein 1996 acht und im Jahr 2007
insgesamt 245 Personalakten vernichtet, die " für die in Auftrag
gegebene Aufarbeitung der braunen Wurzeln des Dienstes von
beträchtlicher Bedeutung gewesen wären", betont Schmidt-Eenboom in
der Tageszeitung "neues deutschland" (Dienstagausgabe). Der
deutsche Auslandsgeheimdienst hatte nach Jahrzehnten der
Verweigerung 2010 eine interne Forschungs- und Arbeitsgruppe
"Geschichte des BND" eingerichtet und in Abstimmung mit dem
Bundeskanzleramt deren Arbeitsauftrag formuliert. Schmidt-Eenboom ist
skeptisch, dass diese sicherheitsüberprüfte Kommission mit streng
begrenztem Aktenzugang ihrer historischen Verantwortung gerecht wird.
"Angesichts der Leitungsvorgaben der BND-Spitze beginnt das Etikett
der 'Unabhängigen Historikerkommission' ohnehin abzublättern. Schon
auf mittlere Sicht steht die Frage, wie lange sich vier renommierte
Wissenschaftler eine solche Bevormundung bieten lassen, ohne das
Handtuch zu werfen oder ihr wenigstens die Stirn zu bieten."
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Datum: 30.01.2012 - 17:42 Uhr
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