Bologna-Prozess reformieren
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Bologna-Prozess reformieren
"Die Bundesregierung brüstet sich in ihrem Bericht mal wieder mit guten Zahlen - den Alltag der Studierenden blendet sie dabei völlig aus", erklärt Nicole Gohlke, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den heute erschienenen Bologna-Bericht. "Dieser Alltag nämlich ist durch Bachelor und Master vor allem von Verschulung, Anwesenheitspflicht und ständigen Leistungsnachweisen geprägt - und das trotz unzähliger Versprechungen, die nach den Studierendenprotesten der letzen Jahre seitens der Bundesregierung gemacht wurden." Gohlke weiter:
"Frau Schavan sollte endlich zugeben, dass es politisch offensichtlich gar nicht gewollt ist, möglichst vielen Menschen ein gutes Studium zu bieten. Vielmehr sollen sie wohl nur fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden, wobei die wissenschaftliche Ausbildung schon mal auf der Strecke bleibt. Die Realität von Bologna heute ist doch: Es gibt viel zu wenige Studienplätze sowohl für Bachelor als auch für den Master, die Mobilität der Studierenden stagniert laut Deutschem Studentenwerk (DSW) seit dem Jahr 2000, und die Hochschulen leiden seit Jahren an Unterfinanzierung. Die Bundesregierung ist sich offenbar nicht zu schade, die gestiegenen Studienanfängerquoten mit der Attraktivität der deutschen Hochschulen zu begründen statt mit den doppelten Abiturjahrgängen und der Aussetzung der Wehrpflicht.
DIE LINKE fordert eine grundlegende Reform des Bologna-Prozesses, Masterplätze für alle Bachelorabsolventinnen und -absolventen und mehr Geld für Bildung."
F.d.R. Susanne Müller
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 01.02.2012 - 16:15 Uhr
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