RNZ: Gut gepokert - Kommentar zu FDP/Gauck
ID: 577960
Die Liberalen bleiben standhaft, die Kanzlerin fällt um. Ein
solches Szenario hätte nach dem bisherigen Verlauf der schwarz-gelben
Koalition wohl kaum noch jemand erwartet. Tatsächlich dürfte es vor
allem der Mut der Verzweiflung gewesen sein, der FDP-Chef Rösler dazu
gebracht hat, Angela Merkel bei der Kür des Bundespräsidenten die
Stirn zu bieten. Das Hemd ist eben auch den Freien Demokraten näher
als die Hose. Sprich: Der Fortbestand der Partei ist wichtiger als
der Fortbestand der Koalition - an deren Neuauflage wohl selbst die
Beteiligten nicht mehr glauben. Mit ihrem Coup gehen die Liberalen
als die eigentlichen Gewinner aus dem Poker um den nächsten
Präsidenten hervor. Sie haben sich nicht nur Respekt bis in die
Reihen der Opposition verschafft. Sondern sie haben durch die
Zusammenarbeit mit SPD und Grünen auch eine neue Machtoption in Form
einer Ampelkoalition ins Spiel gebracht. Natürlich nur, sofern die
Liberalen rechnerisch gebraucht werden - und sofern sie überhaupt den
Wiedereinzug ins Parlament schaffen. Auf dem Weg dorthin ist das
Votum für den bei den Wählern beliebten Joachim Gauck ein erster
Schritt - dem weitere folgen müssen. Noch einmal dürfte sich die
Kanzlerin von ihrem kleinen Koalitionspartner aber nicht vorführen
lassen.
Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.02.2012 - 21:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 577960
Anzahl Zeichen: 1576
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Heidelberg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 299 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"RNZ: Gut gepokert - Kommentar zu FDP/Gauck"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rhein-Neckar-Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Dieses Mal hat man sich dem Hauptgastgeber USA auf erschreckend schamlose Weise angebiedert: Das fängt mit dem eigens ins Leben gerufenen, absurden "Fifa-Friedenspreis" für Donald Trump an, reicht über die lange Halbzeitshow nach Vorbild des Super Bowl und geht hin bis zu Einreisesperre
"Rhein-Neckar-Zeitung" (Heidelberg) zu den Reformen der Bundesregierung ...
Zurecht ist die Empörung über die von Warken angestoßene Pflegereform groß. Viel zu sehr ist die Reform auf Einschnitte bei denen getrimmt, die sowie so schon wenig haben. Keine Frage: Auch Einsparungen müssen sein. Allerdings scheint Schwarz-Rot, wie zuvor bei der Reform der Krankenversicherun
"Rhein-Neckar-Zeitung" (Heidelberg) zum Sondervermögen ...
Nicht perfekt, aber ein Anfang: So könnte man den Mittelabfluss beim 500-Milliarden-Sondervermögen zusammenfassen. Die Annahme, sämtliche 37,2 Milliarden Euro, die für 2025 zur Vergabe angedacht waren, könnten sofort in Infrastrukturprojekte laufen, war naiv. Zu komplex sind Anträge, Bewilligu
Weitere Mitteilungen von Rhein-Neckar-Zeitung
Rheinische Post: Gauck - Mann neuer Koalitionen ...
Folgt die Geschichte dem Gesetz der Serie, dann haben wir gerade vielleicht einen ersten Blick auf eine Regierung aus SPD, FDP und Grünen werfen können. Immer wieder hat sich durch siegreiche Präsidentschaftskandidaten gezeigt, wer anschließend auch das Mandat zur Regierung bekommen würde. So
Rheinische Post: Benzinpreis-Schock ...
Schlechte Nachrichten für Autofahrer: So teuer wie gestern war Super-Benzin noch nie. Und auch Diesel liegt nur noch zwei Cent unter dem bisherigen Höchstpreis vom Sommer 2008. Anders als viele frühere Benzinpreis-Rekorde ist das Preisniveau an der Zapfsäule diesmal aber kein Ausreißer: Mit
Rheinische Post: Hellas-Hilfe fließt ...
Seit langem winden sich die Euro-Staaten, Griechenland stärker unter die Arme zu greifen. Wie ein Fass ohne Boden erscheint der Staat. Könnte man die Euro-Zone noch einmal konstruieren, würde das Land mit der rückständigen Wirtschaft und der unterentwickelten bis korrupten Verwaltung sicher
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Gauck und Merkel ...
Joachim Gauck wird der beste Bundespräsident aller Zeiten, und die von der FDP düpierte Kanzlerin Angela Merkel ist die große Verliererin des Kandidatenpokers. Das sind auf den ersten Blick die beiden Botschaften des Wochenendes. Aber stimmen sie auch? Gauck bringt ganz sicher vieles mit, um e




