WAZ: Ein vergiftetes Angebot - Kommentar von Christian Kerl

WAZ: Ein vergiftetes Angebot
- Kommentar von Christian Kerl

ID: 652393
(ots) - Wer den Schaden hat in der Linkspartei, braucht für
den Spott der Sozialdemokraten nicht zu sorgen: Das Angebot an
Dietmar Bartsch als dem großen Verlierer des Linksparteitags, jetzt
doch zu den Sozialdemokraten zu wechseln, ist nicht als freundliche
Einladung gedacht - mit einiger Boshaftigkeit will die SPD vielmehr
demonstrieren, wie verzweifelt aus ihrer Sicht die Lage der linken
Konkurrenz inzwischen ist. Deren Selbstdemontage schreitet voran: Die
Strategie von SPD-Chef Gabriel, die Linkspartei durch Abgrenzung
klein zu halten, hat sich bislang ausgezahlt. Die SPD kann ihr Glück
kaum fassen und wird nun alles daran setzen, die Linke 2013 aus dem
Bundestag herauszuhalten - dann würde es auch für Rot-Grün ziemlich
sicher reichen. Gelänge vorher der symbolträchtige Wechsel von
Realpolitikern der Linken, wäre das wohl Gabriels größter Coup. Doch
der Parteichef weiß selbst: So wird es kaum kommen. Zum einem lockt
die SPD nicht zum ersten Mal. Zum anderen war die Niederlage von
Bartsch auf dem Parteitag nicht so vernichtend, dass er jetzt
aufgeben müsste. Im Gegenteil, der Realo-Linke kann in Ruhe abwarten,
wie sich die neue Führung selbst zerlegt. Sollte die SPD bis dahin im
Bund wieder mitregieren, könnte es mit der Linkspartei als
Oppositionskraft sogar wieder aufwärts gehen - vorausgesetzt, sie
sitzt dann noch im Bundestag. Wenn nicht, schrumpft die Linke zur
ostdeutschen Regionalpartei, dann wird sich das Verhältnis zur SPD
ohnehin ganz neu ordnen.



Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Trierischer Volksfreund: Zum Koalitionsgipfel - Leitartikel, Trierischer Volksfreund, 05.06.2012 WAZ: Schwarzledernes Problem
 - Kommentar von Dietmar Seher
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.06.2012 - 19:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 652393
Anzahl Zeichen: 1804

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Essen



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 118 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Ein vergiftetes Angebot
- Kommentar von Christian Kerl
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Experte des Roten Kreuzes rät: "Alle Kita- und Schulkinder in NRW müssten Selbstschutz lernen" ...
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns

WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16

WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro


Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung


WAZ: Schwarzledernes Problem - Kommentar von Dietmar Seher ...
Machos im Lederdress machten den Verantwortlichen der inneren Sicherheit lange Zeit wenig Kopfschmerzen. Rocker? Sie brachten sich, im schlimmsten Fall, gegenseitig um. Ansonsten fielen sie durch viel Auspuff-Lärm auf. Das war hinnehmbar. Jetzt legen Politik und Polizei solche Naivität ab. Die

Trierischer Volksfreund: Zum Koalitionsgipfel - Leitartikel, Trierischer Volksfreund, 05.06.2012 ...
Sie hatten gute Laune und bestellten "Steak-Tartar". Vor zweieinhalb Jahren beendeten die Koalitionsspitzen ihren Krisen- und Klimagipfel noch spontan in einem Berliner Promi-Restaurant. Danach sollte alles besser werden. Gestern haben sich die drei Parteivorsitzenden von CDU, CSU und F

DER STANDARD-Kommentar: "Schmieds Reifeprüfung" von Michael Völker ...
Es ist ein Scheitern, auch auf politischer Ebene. Positiv daran ist immerhin, dass Claudia Schmied dieses Scheitern einsieht, dass sie es, wenn auch nur indirekt, eingesteht und daraus die Konsequenzen zieht: Die Zentralmatura, ein Renommierprojekt der Unterrichtsministerin, wird verschoben, muss ve

Neues Deutschland: Flüchtlingskinder in Deutschland: Abschiebespielplatz ...
Kinder. Wenn sich Politiker »menschlich« machen wollen, zeigen sie sich mit ihnen. Oder sie werden als Totschlagargument für alles mögliche ins Feld geführt: Wir müssen doch an die Kinder denken! Das muss man. Das Problem ist nur, dass Kinder in der Politik unterschiedlich viel wert sind.


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z