WAZ: Schwarzledernes Problem
- Kommentar von Dietmar Seher
ID: 652394
der inneren Sicherheit lange Zeit wenig Kopfschmerzen. Rocker? Sie
brachten sich, im schlimmsten Fall, gegenseitig um. Ansonsten fielen
sie durch viel Auspuff-Lärm auf. Das war hinnehmbar. Jetzt legen
Politik und Polizei solche Naivität ab. Die Kriminalität, die Teilen
der Szene entwächst, lähmt erstens die Autorität des Staates, weil
sie in ganzen Stadtteilen und bestimmten gesellschaftlichen Gruppen
gewaltgeladene rechtsfreie Zonen schafft. Sie reicht zweitens tief
ins Drogen- und Menschenhandels-Milieu. Sie lebt drittens von
Korruption. In Berlin wurde eine Großrazzia aus dem Polizeipräsidium
heraus verraten. Die neuen Erkenntnisse, die die Behörden gewinnen,
machen das Problem klar. Sie lösen es nicht. Hells Angels und
Bandidos schweigen eisern. Wer gegen dieses Gelübde verstößt, wird
abgestraft. Gezielte Verfahren gegen Bandenmitglieder wegen
beweisbarer Straftaten bleiben also isoliert. Chapter und Charter,
wie sich ihre Clubs nennen, ersetzen weggesperrte Straftäter schnell.
Bleibt das Verbot. Rocker lieben Auftritt, Ehre und Symbole. Ein
Verbot machte Banden unattraktiv. Geht das - rechtsstaatlich dicht?
Zweifel sind erlaubt. Wir ahnen: Der Kampf gegen die Schwarzledernen
dauert.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.06.2012 - 19:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 652394
Anzahl Zeichen: 1566
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 121 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Schwarzledernes Problem
- Kommentar von Dietmar Seher"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Trierischer Volksfreund: Zum Koalitionsgipfel - Leitartikel, Trierischer Volksfreund, 05.06.2012 ...
Sie hatten gute Laune und bestellten "Steak-Tartar". Vor zweieinhalb Jahren beendeten die Koalitionsspitzen ihren Krisen- und Klimagipfel noch spontan in einem Berliner Promi-Restaurant. Danach sollte alles besser werden. Gestern haben sich die drei Parteivorsitzenden von CDU, CSU und F
DER STANDARD-Kommentar: "Schmieds Reifeprüfung" von Michael Völker ...
Es ist ein Scheitern, auch auf politischer Ebene. Positiv daran ist immerhin, dass Claudia Schmied dieses Scheitern einsieht, dass sie es, wenn auch nur indirekt, eingesteht und daraus die Konsequenzen zieht: Die Zentralmatura, ein Renommierprojekt der Unterrichtsministerin, wird verschoben, muss ve
Neues Deutschland: Flüchtlingskinder in Deutschland: Abschiebespielplatz ...
Kinder. Wenn sich Politiker »menschlich« machen wollen, zeigen sie sich mit ihnen. Oder sie werden als Totschlagargument für alles mögliche ins Feld geführt: Wir müssen doch an die Kinder denken! Das muss man. Das Problem ist nur, dass Kinder in der Politik unterschiedlich viel wert sind.
Gregor Gysi: Ausgezehrte Koalition bleibt sich treu ...
"Was Millionen Menschen zu vernünftigen Löhnen und gleichen Chancen verhelfen würde, bleibt in der schwarz-gelben Koalition das Stiefkind - Mindestlohn und Frauenquote brauchen eben andere Mehrheitsverhältnisse", kritisiert Gregor Gysi, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, die Erge




