Neue OZ: Kommentar zu Affären / EnBW / Mappus
ID: 678716
Die EnBW-Affäre ist ein Wirtschaftskrimi, der das Vertrauen in die
politische Elite weit über die Grenzen von Baden-Württemberg
erschüttert. Endlich ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft gegen
den früheren Ministerpräsidenten Stefan Mappus, wegen des Verdachts
der Untreue. Dieser Skandal muss lückenlos aufgeklärt werden.
Natürlich gilt auch für den einstigen CDU-Nachwuchsstar die
Unschuldsvermutung. Aber der bereits aufgedeckte Klüngel rund um das
Milliardengeschäft zeugt von einer Dreistigkeit, Überheblichkeit und
Peinlichkeit, die einer Demokratie unwürdig ist. Baden-Württemberg
hatte 2010 für rund fünf Milliarden Euro vom französischen
Stromkonzern EdF einen Anteil von 45 Prozent an dem Karlsruher
Stromversorger EnBW zurückgekauft. Fakt ist: Mappus umging bei diesem
Riesengeschäft das Landesparlament und den Verwaltungsapparat.
Stattdessen ließ er sich von seinem Duzfreund und Banker Dirk Notheis
beraten, in einer Form, die sprachlos macht. Bei Sichtung der E-Mails
drängt sich der Eindruck auf, dass der Banker Mappus wie einen
Tanzbären durch die Polit-Manege getrieben hat.
Der Schaden ist immens. Der Staatsgerichtshof hat den Handel für
verfassungswidrig erklärt. Und Gutachter halten den Kaufpreis für
völlig überhöht. Ob Mappus belangt werden kann, bleibt offen. Nur
einer ist schon bestraft: der Steuerzahler.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.07.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 678716
Anzahl Zeichen: 1687
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 380 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Affären / EnBW / Mappus"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Angesichts explodierender Kosten in der Pflege fordert CDU-Fraktionsvize Albert Stegemann, erwachsene Kinder künftig früher an den Kosten ihrer pflegebedürftigen Eltern zu beteiligen. "Ich sehe die Möglichkeit, die Einkommensgrenze, bei der man zu den elterlichen Pflegekosten herangezogen w
Wolfgang Kubicki: "Eine inhaltliche Neuaufstellung auf dem Parteitag brauchen wir nicht" / Designierter FDP-Parteichef will ehemalige Wähler "mit klarer Sprache" zurückholen ...
Der Kandidat für den FDP-Parteivorsitz, Wolfgang Kubicki, hat kurz vor dem Parteitag der Liberalen in Berlin erklärt, dass er eine inhaltliche Neuaufstellung der FDP derzeit nicht für notwendig hält. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte der 74-Jährige: "Eine inhaltliche N
Wolfgang Kubicki will E-Auto-Subventionen streichen / Designierter FDP-Parteichef hält Förderung für nicht zielführend - "Französische und chinesische Anbieter und reiche Eltern profitieren& ...
Der designierte FDP-Parteichef Wolfgang Kubicki hält die staatliche Förderung von E-Autos für nicht zielführend und würde sie komplett streichen, um mit dem Geld Steuersenkungen zu ermöglichen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte er: "Die E-Mobilitäts-Subventionen kön
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Musik / Rolling Stones ...
Rock 'n' Rollator Der Bundeskanzler hieß Konrad Adenauer und der amerikanische Präsident John F. Kennedy. Der Kitt in der Berliner Mauer war noch nicht ganz trocken, und die Menschheit musste noch sieben Jahre lang von der ersten Landung auf dem Mond träumen, damals, als die Roll
Neue OZ: Kommentar zu Landtag / Rechtsextremismus / Verfassungsschutz ...
Hinters Licht geführt Wenn Reinhard Boos aus Sachsen jetzt schon als dritter Chef eines Verfassungsschutzamtes seinen Hut nimmt, ist das Gesetz der Serie erfüllt: Die Nachrichtendienste haben ein strukturelles Problem. Offenbar gibt es Personenkreise auf der mittleren Ebene, die in völlig
Neue OZ: Kommentar zu Zwangsanleihen ...
Keine Denkverbote Der CSU-Wirtschaftspolitiker Hans Michelbach irrt, wenn er den Vorschlag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu einer Zwangsanleihe oder Vermögensabgabe als "Sommerlochwiedergänger" schmäht. Zugegeben, die Idee ist nicht neu: Wer mehr hatte al
Neue OZ: Kommentar zu Bildung / Lehrer / Kretschmann ...
An Versprechen gemessen Einen echten Bildungsaufbruch hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Regierungsantritt der Grünen zugesagt. Schon im Landtagswahlkampf zuvor gehörte neben dem Stuttgarter Bahnhof die Bildung zu den bevorzugten Themen des früheren Gymna




