Mittelbayerische Zeitung:Überfällige Reform
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Happiness is a warm gun": Wenn das Abfeuern einer Waffe mit
Glücksgefühlen gleichgesetzt wird, verstört das nicht nur die
Beatles, die einen derartigen Werbespruch in einen Song verwandelt
haben. Die Beziehung zwischen den Amerikanern und Waffen ist kaum
nachvollziehbar. Sie ist ein Relikt aus der Siedlerzeit, ein
verfassungsmäßig verbrieftes zudem. Kein Amoklauf, kein Massenmord
kann dieser Beziehung Schaden zufügen - auch deswegen nicht, weil die
NRA, die National Rifle Association, dafür sorgt, dass in Washington
nichts gegen sie entschieden werden kann. Somit gibt es von der
Politik auch in der Folge der Tat von Aurora nur Worte des
Mitgefühls. Dass auch strenge europäische Gesetze nicht vor
Amokläufen schützen, zeigt der Fall Breivik. Doch gibt es Gründe,
warum Bilder, in denen Unschuldige mit Sturgewehren niedergemäht
werden, bei uns nicht mediale Alltäglichkeit geworden sind. Die USA
brauchen eine Debatte darüber, welche Waffen sie frei verkaufen - und
warum sie beim Waffenrecht immer noch nicht im 21. Jahrhundert
angekommen sind.
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Datum: 22.07.2012 - 19:18 Uhr
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