WAZ: Versandhändler Otto setzt verstärkt
auf Kataloge und eigene Filialen
ID: 708087
in Zukunft verstärkt durch Kataloge und eigene Filialen von den
Online-Konkurrenten Amazon und Zalando absetzen. "Wir setzen
verstärkt auf die Vielfalt unserer Vertriebswege und unterscheiden
uns damit von Wettbewerbern wie Amazon und Zalando", sagte
Aufsichtsratschef Michael Otto den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe
(Dienstagausgaben). "Bei uns bestimmen die Kunden, ob sie im Internet
bestellen, aus einem Katalog auswählen oder in einer unserer Filialen
einkaufen. In der Strategie der vielen Vertriebskanäle liegt die
Zukunft. Das gilt nicht nur für Otto, sondern auch für unsere Marken
wie Bonprix, Sportscheck oder Manufactum."
Das Unternehmen werde auch die Expansion im Ausland vorantreiben,
kündigte Otto an. "Wir werden das Unternehmen weiter
internationalisieren", sagte er. "Es gibt noch viele interessante
Wachstumsmärkte. Ich denke insbesondere an Russland und Brasilien, in
denen wir bereits sind, aber auch an Länder wie China, Mexiko, Chile,
Südafrika, Malaysia und Indien." Derzeit sei die Otto-Gruppe in 23
Ländern in Europa, Amerika und Asien präsent.
Es zeichnet sich ab, dass Michael Ottos Sohn Benjamin künftig eine
stärkere Rolle im Familienunternehmen führen wird. "In absehbarer
Zeit wird er sicherlich eine Funktion in der Otto-Gruppe übernehmen,
voraussichtlich zunächst einmal in der Geschäftsführung einer
Tochtergesellschaft. Wenn die Arbeit stimmt und Benjamin es anstrebt,
wird sich vielleicht auch der Schritt in den Konzernvorstand und zum
Vorstandsvorsitz ergeben", sagte Michael Otto. "Benjamin ist jetzt 37
Jahre alt, hat sich selbstständig gemacht und führt erfolgreich ein
Unternehmen mit rund 90 Mitarbeitern." Michael Otto (69) hatte sich
vor einigen Jahren aus dem Alltagsgeschäft der Otto-Gruppe
zurückgezogen und war an die Spitze des Aufsichtsrats gerückt.
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Datum: 28.08.2012 - 05:00 Uhr
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