Neue OZ: Kommentar zu Post/NPD
ID: 726298
Es ehrt die Post, die Zustellung von NPD-Propaganda verweigert zu
haben. Ein Unternehmen hat ein Recht darauf, Haltung zu zeigen.
Trotzdem: Auch das Gesetz hat seinen Wert. Dem hat der
Bundesgerichtshof jetzt Geltung verschafft. Denn wird in einer
solchen Frage über den Daumen gepeilt und nach Neigung geurteilt,
wächst die Gefahr, dass auf Dauer genau das entsteht, was NPD-Gegner
doch eigentlich verhindern wollen: Ausgrenzung, Willkür,
Machtmissbrauch. Das gilt zumal dann, wenn ein Konzern de facto
Monopolist und zu großen Teilen in Staatsbesitz ist.
Sofern die Inhalte rechtlich nicht zu beanstanden sind, hat die
Post sie zu transportieren. Wer wollte sonst garantieren, dass nicht
irgendwann Schriften einer Glaubensgruppe, umstrittener Künstler, der
Linkspartei oder von wem auch immer nicht zugestellt werden, wenn ein
Manager dies gerade für angebracht hält. Das wäre eines
demokratischen Rechtsstaats unwürdig.
Wer keine Post der NPD erhalten will, kann dies gegenüber der
Partei individuell erklären (am besten per Einschreiben mit
Rückschein) und sie abmahnen lassen, falls sie sich nicht daran hält.
Allein die Zustellung kostet die darbende NPD viel Geld. Ein- und
Widersprüche bearbeiten zu müssen, führte sie vollends an ihre
Grenzen. So kann jeder Empfänger selbst ein Zeichen setzen, während
die Post ihrer Pflicht nachkommt.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.09.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 726298
Anzahl Zeichen: 1686
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 240 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Post/NPD"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hella von Sinnen stellt nach Dieter Nuhrs Femizid-Zitaten dessen Verbleib im öffentlich-rechtlichen Rundfunk infrage. "Jedes Jahr werden an die 350 Frauen von ihren Männern ermordet - und er sagt das? Was ist das für eine unfassbare Unverschämtheit von Nuhr? Was ist das für eine unfassbare
Haus & Grund: Jeder zehnte private Kleinvermieter von Mietausfall betroffen / Verbandspräsident Warnecke fordert Beschleunigung von Verfahren bei erheblichen Zahlungsrückständen ...
Osnabrück. Angesichts drohender finanzieller Engpässe bei privaten Eigentümern fordert der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland eine Beschleunigung von Verfahren bei erheblichen Mietrückständen. "Private Vermieter sind keine großen Wohnungskonzerne mit umfangreichen Rücklagen
Hitze: Bund deutscher Friedhofsgärtner fordert Ausnahmen von Gießverboten / Verbandschef: "Gräber müssen auch während Hitzeperioden gepflegt und ausreichend bewässert werden können." ...
Angesichts anhaltender Hitzeperioden fordert der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF), Gräber von behördlichen Gießverboten auszunehmen. "Wir fordern, dass die Grabbewässerung auf Friedhöfen von flächendeckenden Gießverboten ausgenommen wird", sagte der Vorsitzende des Bundes deut
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu von der Leyen ...
Bereit für Neues Wieder kracht es in der Koalition, und wieder ist Ursula von der Leyen der Auslöser. Zwar widerspricht ihr Ministerium dem Vorwurf der FDP, sie wolle über zusätzliche Steuern für Reiche Geld umverteilen. Doch selbst wenn der viel zitierte Satz aus dem Armutsbericht anders
Neue OZ: Kommentar zu Asse ...
Kollektives Versagen Es wäre ein Wunder gewesen, wenn sich der Asse-Ausschuss auf einen gemeinsamen Bericht verständigt hätte. Aber kurz vor der Wahl wollen die Parteien lieber ihr eigenes Süppchen kochen, gewürzt mit Schuldzuweisungen an den jeweiligen Gegner. Dabei hat sich in diese
Neue OZ: Kommentar zu Kirchenaustritt ...
Mehr Klarheit Jesus ja - Kirchensteuern nein: Diesem kritikwürdigen Grundsatz haben die katholischen Bischöfe mit ihrem Dekret zum Kirchenaustritt widersprochen. Sie schaffen mit den neuen Regeln mehr Rechtsklarheit. Herausgekommen ist eine pragmatische, sinnvolle Lösung. Eine ganz andere
Lausitzer Rundschau: Ein Kind zum Glück? Zur sinkenden Geburtenrate in Deutschland ...
Die deutsche Geburtenrate liegt seit Jahren auf einem extrem niedrigen Niveau. Dass es in vergleichbaren Ländern wie Frankreich viel höhere Geburtenziffern gibt, zeigt jedoch, dass dieser Zustand nicht naturgegeben ist. Niemand muss ein Kind haben, das ist eine individuelle Entscheidung. Es gi




