Neue OZ: Kommentar zu Bildung/Kooperationsverbot

Neue OZ: Kommentar zu Bildung/Kooperationsverbot

ID: 727140
(ots) - Greift viel zu kurz

Dass das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern bei der
Bildung auf dem Prüfstand steht, könnte eine gute Nachricht sein. Ist
sie aber nicht. Denn mit Einheitlichkeit in der verworrenen
Schulsituation hat die Initiative leider wenig zu tun.
Bildungsministerin Annette Schavan geht es allein um Hochschulen: Sie
will freie Hand, um auch hier durchgängig fördern zu können, während
sie derzeit außeruniversitäre Einrichtungen zwangsläufig bevorzugen
muss.

Für sich genommen ist das sinnvoll, in der Summe aber viel zu
wenig. An die Schulen traut Schavan sich nicht heran. Dazu hat sie
freilich Grund: Entgegen ihren schönen Worten sind die Länder nämlich
nicht im Ansatz bereit, sich zurückzuhalten, damit Lehrpläne
einheitlich, Besuchsdauern gleich oder Schulformen ähnlicher würden.

Weit gefehlt: Eher verlagern sich Unterschiede derzeit sogar auf
die kommunale Ebene, während es den Ländern einzig darum geht, den
Bund als Goldesel ins Boot zu holen. Er soll sich stärker beteiligen
am Tagesstättenausbau oder an Ganztagsschulen, ohne aber gefälligst
Einfluss zu nehmen auf die Art, wie diese Einrichtungen arbeiten.

Das eine darf aber nicht ohne das andere geschehen. Mehr Geld vom
Bund sollte durchaus fließen - das aber nur in Verknüpfung mit
verbindlichen Vorgaben für ein bürgernahes System von der
Kinderbetreuung über die Schulen bis hin zum Studium. Hoffentlich ist
der Leidensdruck dazu irgendwann hoch genug. Sinnvoll wäre der
Schritt bereits jetzt.



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Weser-Kurier:Über die Entscheidung zur Frauenquote schreibt der Neue OZ: Kommentar zu Jade-Weser-Port
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.09.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 727140
Anzahl Zeichen: 1829

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Osnabrück



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 217 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Bildung/Kooperationsverbot"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Pflegekosten der Eltern: CDU-Fraktionsvize Stegemann will Kinder früher zur Kasse bitten / Politiker stellt 100.000-Euro-Einkommensgrenze infrage und warnt vor Beitragsexplosion ...
Angesichts explodierender Kosten in der Pflege fordert CDU-Fraktionsvize Albert Stegemann, erwachsene Kinder künftig früher an den Kosten ihrer pflegebedürftigen Eltern zu beteiligen. "Ich sehe die Möglichkeit, die Einkommensgrenze, bei der man zu den elterlichen Pflegekosten herangezogen w

Wolfgang Kubicki: "Eine inhaltliche Neuaufstellung auf dem Parteitag brauchen wir nicht" / Designierter FDP-Parteichef will ehemalige Wähler "mit klarer Sprache" zurückholen ...
Der Kandidat für den FDP-Parteivorsitz, Wolfgang Kubicki, hat kurz vor dem Parteitag der Liberalen in Berlin erklärt, dass er eine inhaltliche Neuaufstellung der FDP derzeit nicht für notwendig hält. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte der 74-Jährige: "Eine inhaltliche N

Wolfgang Kubicki will E-Auto-Subventionen streichen / Designierter FDP-Parteichef hält Förderung für nicht zielführend - "Französische und chinesische Anbieter und reiche Eltern profitieren& ...
Der designierte FDP-Parteichef Wolfgang Kubicki hält die staatliche Förderung von E-Autos für nicht zielführend und würde sie komplett streichen, um mit dem Geld Steuersenkungen zu ermöglichen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte er: "Die E-Mobilitäts-Subventionen kön


Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung


Neue OZ: Kommentar zu Frauenquote ...
Nur Symbolpolitik Es kann nicht schaden, wenn der Bundesrat auf eine Frauenquote in Aufsichtsräten großer Unternehmen dringt - schließlich ist Gleichberechtigung auf vielen Führungsetagen immer noch ein Fremdwort. Viel nutzen wird der Vorstoß freilich auch nicht. Denn die große Koalitio

Neue OZ: Kommentar zu Jade-Weser-Port ...
Etwas mehr Weitsicht, bitte Mit der Eröffnung des Jade-Weser-Ports wird Niedersachsen in die erste Liga der internationalen Hafenstandorte katapultiert. Der Tiefwasserhafen ist der erste seiner Art an der deutschen Küste. Nur er kann es von seinen äußeren Gegebenheiten her mit Rotterdam

Weser-Kurier:Über die Entscheidung zur Frauenquote schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 22. September 2012: ...
Quoten sind zweifellos gut gemeint, aber nicht gut gemacht - und das sollte bekannt sein. Schon seit Jahrzehnten sind Unternehmen einer bestimmten Größe dazu verpflichtet, behinderte Menschen einzustellen. Und? Das Jobwunder der ersten Jahreshälfte 2012 ging an Behinderten glatt vorbei. Oder

Weser-Kurier: Zu den Rekord-Steuereinnahmen schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 22. September 2012: ...
Es ist bemerkenswert, dass gestern kein führender Politiker mit wohlfeilen Vorschlägen aufgewartet hat, wie die zusätzlichen Milliarden ausgegeben werden können. Stattdessen räumen die Finanzministerien von Bund und Ländern zumindest indirekt ein, dass sie schlichtweg Glück gehabt haben:


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z