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+++ Auf Lizenzierung von Rundfunkangeboten verzichten - Leiter der Bayerischen Staatskanzlei Thomas Kreuzer im Interview+++ Facebook stellt sich Kritikern - Lobbyist Gunnar Bender erläutert Positionen von Facebook+++ VPRT kritisiert Streaming-Angebote von ARD und ZDF - Positionen des VPRT von Geschäftsführer Claus Grewenig
Der Staatsminister und Chef der Bayerischen Staatskanzlei Thomas Kreuzer hat sich dafür ausgesprochen, die Lizenzierungspflicht von Rundfunkangeboten abzuschaffen und ein allgemeines Anzeigeverfahren einzuführen, das für Web-TV-Angebote wie für Rundfunkangebote gelten soll, "wenn die inhaltlichen Anforderungen erfüllt werden". Zugleich macht Kreuzer im Interview deutlich, dass die Olympia-Streaming-Kanäle von ARD und ZDF einer Genehmigung durch die Politik erfordert hätten, was nicht erfolgt sei. Streaming-Kanäle, so Kreuzer, seien Rundfunk.
Claus Grewenig, Geschäftsführer des VPRT, erläutert in einem Gastbeitrag dazu die Kritik der privaten Veranstalter. Das Thema Online-Kanäle sei zwar durch Olympia 2012 in den Blickpunkt gerückt - beträfe aber eine sehr viel allgemeinere Frage: die Grenze zwischen Beauftragung linearer Programmangebote im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und dem Online-Angebot in Telemedien, so Grewenig. "Es darf nicht zu einem schleichenden Prozess der Programmzahlvermehrung durch anlassbezogenes Stückwerk kommen." Hier sei die Medienpolitik gefragt, für gleiche Rahmenbedingungen im, aber auch außerhalb des dualen Rundfunksystems zu sorgen.
Zu den aktuellen Top-Beiträgen auf medienpolitik.net gehört zudem ein Interview mit Dr. Gunnar Bender, Director Policy bei Facebook in Deutschland. "Der Dialog mit Kritikern ist mir sehr wichtig", so der Chef-Lobbyist. Die Kernaufgaben der politischen Kommunikation sieht er darin, "einen konstruktiven Dialog mit Staat und Verwaltung in Deutschland zu fördern, die richtigen Personen miteinander zu verknüpfen und nicht zuletzt Facebook und das Potential von Social Media in Deutschland zu erklären."
ENDE
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Datum: 24.09.2012 - 16:10 Uhr
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