Allgemeine Zeitung Mainz: Demut / Kommentar zum Meteoriteneinschlag
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zerstört oder unbewohnbar gemacht, unausweichlich, durch einen
Einschlag aus dem All. Man kann mit dieser Vorstellung humorvoll
umgehen, wie es bei "Asterix" geschieht, in dessen kleinem gallischen
Dorf der Häuptling Majestix nur eine Sorge hat: dass ihm der Himmel
auf den Kopf fällt. Man kann in Panik oder Depression verfallen,
beides macht keinen Sinn. Am vernünftigsten ist es, sich vor Augen zu
führen, wie minimal die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses
ist, und zugleich anzuerkennen, dass der Menschen auch schon bei
"kleineren" Katastrophen wie Erdbeben oder Tsunamis mit seinem Latein
rasch am Ende ist. Das sollte demütig machen, nicht ängstlich. So
weit die graue Theorie. In der Praxis kommt dann aber doch oft ein
leichtes Kribbeln in der Magengrube - verständlich, das Leben ist nun
mal Kampf. Hilft uns die Wissenschaft? Schon. Als Laie muss man sich
aber daran gewöhnen, dass sie mit ihrem besonderen Blickwinkel und
ihrer sehr speziellen Sprache in akuten Situationen oft wenig
tröstlich erscheint. So wurde am Freitagvormittag kraftvoll betont,
dass der Meteorit, der in Russland wütete, nichts mit dem Asteroiden
"2012 DA14" zu tun habe, der am Freitagabend erwartet wurde. Das
musste mal gesagt werden. Beim Asteoriden bestehe kein Grund zur
Sorge. Und fast fröhlich klang die Feststellung, der Meteorit
"erinnert uns daran, was da draußen noch so alles rumfliegt und von
uns erforscht werden soll." So ließ sich Dante Lauretta von der Nasa
vernehmen. Bleiben wir optimistisch und nehmen es als gutes Omen,
dass der italienische Dichter Dante (1265 - 1321) in seiner
"Göttlichen Komödie" eine Reise durch die Hölle im Paradies, also
glücklich enden lässt.
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Datum: 15.02.2013 - 18:46 Uhr
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