WAZ: Keine Hilfen für die Raser. Kommentar von Dietmar Seher
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Straßen. 2012 kam fast die Hälfte der 526 Verkehrsopfer in
Nordrhein-Westfalen durch überhöhte Geschwindigkeit ums Leben. Die
Daten von 2012 belegen aber auch, dass verschärfte Kontrollen helfen.
Das gezielte und massierte Auftreten der Polizei-Blitzer und die
gesunkenen Opferzahlen stehen in engem Zusammenhang. Man muss also
schon gute Argumente haben, um das bestehende Verbot, am Steuer
Radarwarner zu nutzen, zu kippen. Können nicht immer mehr Autofahrer
die einschlägige Information auf Smartphones abrufen? Hessens und
Sachsens Regierungen wollten deshalb die Freigabe. Unkontrollierbar
sei das Verbot, sagen sie. Und: Andere Medien warnten auch vor
Blitzern. Legal. Der Vorstoß ist bei den übrigen Ländern
durchgefallen. Zu Recht. Gezielte öffentliche Warnungen durch die
Polizei haben den Zweck, das Temponiveau in ganzen Stadtbereichen zu
dämpfen. Wer aber an Unfallschwerpunkten trotz klarer Beschilderung
rast, muss zur Verantwortung gezogen werden können. Warn-Apps
sabotieren jede Bemühung um mehr Verkehrssicherheit.
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Datum: 11.04.2013 - 19:26 Uhr
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