Stuttgarter Zeitung: Klon-Studie enthält offenbar Fehler
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beunruhigt über mögliche Fehler in der vor einer Woche
veröffentlichte Studie zu geklonten menschlichen Embryonen. "So etwas
darf grundsätzlich nicht passieren", sagt Brüstle der "Stuttgarter
Zeitung" (Freitagausgabe). Ein Team um den US-amerikanischen Forscher
Shoukhrat Mitalipov hatte in dem Fachmagazin "Cell" berichtet, dass
es ihnen gelungen sei, aus geklonten Embryonen Stammzellen zu
gewinnen. Auf der Internetplattform PubPeer hat nun jedoch ein
anonymer Forscher darauf hingewiesen, dass einige der Abbildungen in
dem Artikel identisch seien, obwohl sie unterschiedliche Zellen
darstellen sollen. Brüstle fordert, dass die Fachzeitschrift "Cell"
und womöglich ein unabhängiger Gutachter die Originaldaten aus dem
Labor Mitalipovs noch einmal prüfen. Welche Konsequenzen die Fehler
haben, will Brüstle noch nicht abschätzen: "Ob sich Grundsätzliches
an der Hauptaussage des Manuskripts ändert, lässt sich zum jetzigen
Zeitpunkt nicht voraussagen", sagt er.
Die Studie hatte in der Fachwelt auch deshalb für Aufsehen
gesorgt, weil ein ähnlicher Bericht des südkoreanischen Forschers
Hwang Woo Suk aus dem Jahr 2004 nach kurzer Zeit als Schwindel
aufflog. Wissenschaftler waren deshalb davon ausgegangen, dass bei
dieser Studie alle Beteiligten besonders vorsichtig vorgegangen sind.
Doch auch daran gibt es nun Zweifel. In dem Fachartikel ist eine
ungewöhnliche kurze Phase der Begutachtung vermerkt. Demnach soll
Mitalipov die Studie erst am 30. April 2013 eingereicht haben.
Bereits am 3. Mai wurde sie vom Fachjournal "Cell" angenommen. Nach
Angaben der Pressesprecherin der Fachzeitschrift ist Mitalipovs
Arbeit dennoch "gründlich" begutachtet worden. Das Journal kündigte
eine rasche Prüfung der Vorwürfe an.
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Datum: 23.05.2013 - 17:56 Uhr
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