Stuttgarter Zeitung: Rentenkasse will nicht für Wohltaten zahlen
ID: 883232
gewarnt, die Kosten für die Erhöhung von Mütterrenten den
Beitragszahlern aufzulasten. "Aus Sicht der Deutschen
Rentenversicherung muss eine Ausweitung der Kindererziehungszeiten
aus Steuermitteln finanziert werden", sagte ein Sprecher der
Rentenversicherung der Stuttgarter Zeitung (Dienstagausgabe). Er
bezog sich auf Unionspläne für das Wahlprogramm.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte am Wochenende
erklärt, dass für eine Erhöhung der Mütterrenten der bestehende
Bundeszuschuss ausreichend sei.
Das ruft jetzt den Widerstand der Rentenversicherung hervor. "Eine
Ausweitung der Kindererziehungszeiten würde zwangsläufig die
Beitragszahler durch einen höheren Beitragssatz zur
Rentenversicherung belasten.", sagte der Sprecher weiter. Schon heute
erhalte die Rentenversicherung weniger Mittel aus dem Haushalt als
sie an versicherungsfremden Leistungen auszahle. Nach Berechnungen
der Rentenversicherung kostet die Ausweitung der Kinderziehungszeiten
um ein Jahr für Geburten vor 1992 rund 6,5 Milliarden Euro jährlich.
Falls diese Beträge nicht durch höhere Zuschüsse aus dem
Bundeshaushalt ausgeglichen würden, müsste der Beitragssatz zur
Rentenversicherung bereits in der nächsten Wahlperiode erhöht werden,
erklärte die Rentenversicherung. Nach dem bisherigen Finanzplan
steigt der Beitrag erst nach 2017.
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Datum: 03.06.2013 - 20:16 Uhr
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