Stuttgarter Zeitung: Der Preis der Ahnungslosigkeit / Leitartikel zu NSA/Spähaffäre/Merkel/Pofalla
ID: 915406
Merkel die sonst so Detailverliebte, dumm stellen, weil der Einschlag
bei dieser Krise erstmals nicht in einem anderen Ministerium, sondern
in ihrem unmittelbaren Umfeld erfolgte. Die Koordination der
Geheimdienste ist Aufgabe des Kanzleramts. Merkels rechte Hand,
Kanzleramtsminister Ronald Pofalla, ist dafür verantwortlich. Der
treue Vasall darf sich deshalb schon einmal bereit machen zum
Opfergang.
Doch eine solche Operation wird nur gelingen, wenn Merkel ihrem
Vertrauten Pofalla (und wenn es sein muss auch noch BND-Chef Gerhard
Schindler) den gesamten Mist vor die Tür schütten kann. Das ist der
Grund, weshalb sie unter allen Umständen nichts gewusst haben darf.
Merkel wird ihre Strategie jetzt nicht mehr ändern, sonst hätte
sie ja gelogen. Es ist auch sehr gut möglich, dass sie damit
durchkommt, zumal die Gesellschaft erstaunlich gleichgültig die
mutmaßliche Entsorgung eines Grundrechts hinnimmt. Aber Merkel zahlt
dafür einen Preis, von dem noch keiner sagen kann, wie hoch er sein
wird. Ihr Image, das sie zuletzt nahezu unangreifbar machte, nimmt
Schaden.
Pressekontakt:
Stuttgarter Zeitung
Redaktionelle Koordination
Telefon: 0711 / 7205-1225
E-Mail: newsroom.stuttgarterzeitung(at)stz.zgs.de
http://www.stuttgarter-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.07.2013 - 20:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 915406
Anzahl Zeichen: 1503
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Stuttgart
Kategorie:
Bundesregierung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 234 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Stuttgarter Zeitung: Der Preis der Ahnungslosigkeit / Leitartikel zu NSA/Spähaffäre/Merkel/Pofalla"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Stuttgarter Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mit dem Votum von Grünen und FDP zugunsten von Sondierungsgesprächen mit der SPD ist noch keine Entscheidung für eine Ampel gefallen. Aber eine Vorentscheidung. Beiden Parteien ist klar geworden, dass die Union derzeit weder regierungsfähig noch regierungswillig ist. (...) Grüne und Liberale
"Stuttgarter Zeitung" zum Anschlag in Würzburg ...
Die Persönlichkeit und die Entwicklung des Täters müssen genau untersucht werden. Denn nur so lassen sich Verbrechen dieser Art verhindern. Die wichtigste offene Frage: Was hat dieser 24-Jährige die ganze Zeit, immerhin sechs Jahre, in Deutschland gemacht? Gab es Sprach- und Integrationskurse? H
Die "Stuttgarter Zeitung" kommentiert die Beobachtung der "Querdenker" durch den Verfassungsschutz: ...
Wo das Querdenken zur bloßen Quertreiberei missrät, sind Kollisionen mit Recht und Gesetz unvermeidlich. Querdenken kann auch ins Abseits führen, etwa in einen braunen Sumpf. Das lässt sich am Beispiel der gleichnamigen Organisation besichtigen, die in Stuttgart zu Hause, aber längst bundesweit
Weitere Mitteilungen von Stuttgarter Zeitung
Dietmar Bartsch: FDP-Chef Rösler im Klientelwahlkampf ...
"FDP-Chef Rösler ist der Grundgesetz-Auftrag zur Angleichung der Lebensverhältnisse offenbar vollkommen schnuppe. Ohne einen Solidarpakt III werden die strukturschwachen Regionen in Ost und West nicht auf die Beine kommen. Wer jetzt eine Abschmelzung des Soli verspricht, vergeht sich an de
Das Generationen-Manifest zeigt: Die Angst vor der Zukunft wächst - Hat die Regierung deshalb Angst vor den Wählerinnen und Wählern? ...
Wenn es um die eigene Zukunft geht und die Zukunft der nachfolgenden Generationen, dann bekommt es Deutschland zunehmend mit der Angst zu tun. Denn die Mehrheit der Deutschen hat nur wenig Vertrauen darauf, dass die Politik die Probleme der Zukunft überhaupt noch lösen kann. Diesen Eindruck
Stuttgarter Zeitung: Stickelberger doch offen für Konsequenzen aus Fall Mollath ...
Der baden-württembergische Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) ist nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" (Mittwochausgabe) nun doch offen für eine Reform der Strafrechtsregeln zur Unterbringung in der Psychiatrie. Nach Angaben seiner Sprecherin begrüßt Stickelberger ei
Stuttgarter Zeitung: De Maizière denkt nicht an Rückzug ...
Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat sein Interesse an einem langfristigen Verbleib im Amt bekundet. Er habe in seiner politischen Laufbahn häufig sein Ministeramt wechseln müssen, oft ohne die Früchte der von ihm angestoßenen Reformen einsammeln zu können, sagte de Maizière der &




