Mittelbayerische Zeitung: Mittelbayerische Zeitung (Regensburg) zu Apple
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Noch bevor das erste iPhone 5S über einen Ladentisch gegangen ist,
laufen Datenschützer Sturm. Der Fingerabdruckleser des Geräts könnte
sich als gefährliches Überwachungsinstrument entpuppen. Weil
biometrische Daten ein Leben lang unveränderlich sind, sollte man sie
nicht im Alltag benutzen. Das blieb nicht ungehört: Sofort entfacht
wieder die Debatte um Technik kontra Sicherheit, Komfort versus
Leichtsinn. Dabei ist Kritik am Konzern aus Cupertino nicht
berechtigt. Andere Technikriesen verbauen seit Jahren deutlich
schlechtere Fingerabdruckscanner auf Laptops, die Bundesregierung
speichert biometrische Daten seit 2007 auf Reisepässen ab; und auch
Samsung will sein neues Smartphone mit dieser Technologie ausstatten.
Warum? Eben weil biometrische Daten einzigartig sind, haben
Passwörter, die - wie wir ja dank NSA und Ed Snowden wissen -
jederzeit hackbar sind, ausgedient. Da ist der Fingerzeig, der auf
dem iPhone lediglich als individuelle Formel gespeichert wird,
zuverlässiger und nutzerfreundlicher. Unproblematisch ist das
trotzdem nicht: Doch ein besseres Biometriesystem ist auf Dauer
sicherer - das muss Apple jetzt aber erstmal beweisen.
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Datum: 18.09.2013 - 20:07 Uhr
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