Westfalenpost: Glaubwürdigkeit bleibt auf der Strecke Von Knut Pries

Westfalenpost: Glaubwürdigkeit bleibt auf der Strecke

Von Knut Pries

ID: 961956
(ots) - Die Entgiftung von Autoabgasen hat sich zu einem
besonders unerfreulichen Stück europäischer Gesetzgebung entwickelt,
und Deutschland spielt dabei keine gute Rolle. Dabei geht es nicht um
irgendeine Nebensächlichkeit. Es geht um ein Thema, das in mehrfacher
Weise wichtig ist, auch den normalen Bürgern. Erstens, weil die
meisten Auto fahren, zweitens weil sie sich um Wachstum und
Arbeitsplätze sorgen, und drittens weil ihnen sehr wohl daran liegt,
dass Klima und Umwelt nach Kräften geschont werden.

Die daraus folgenden verschiedenen Gesichtspunkte sind, wieder
einmal, nicht einfach auf einen Nenner zu bringen. Vor allem die
Balance zwischen den Anliegen der deutschen Autobauer, die mit großen
Modellen ihre besten Geschäfte machen, und denen der Umweltschützer
ist heikel. Merkel verfolgt dabei die Linie: Weniger CO2 ist gut,
solange es den Daimlers, BMWs, Audis und Porsches nicht wehtut. Was
ihnen angeblich allzu weh tut, hat man in Berlin indes erst im
zweiten Zugriff gemerkt: Nachdem die Unterhändler des Ministerrats,
des Parlaments und der Kommission im Juni eine Einigung erzielt
hatten, und zwar im Rahmen ihres jeweiligen Mandats - also eines
Verhandlungsauftrags auch im Namen der Bundesregierung.

Erst als die Industrie massiv bei der Kanzlerin vorstellig wurde,
machte die sich daran, den auf einmal unakzeptablen Deal noch zu
stoppen, und sei es durch robust erzwungene Verzögerung. Zweierlei
bleibt auf der Strecke: Die Glaubwürdigkeit des jetzt erneut und
wider allen Augenscheins von Umweltminister Altmaier unverdrossen
erhobenen Anspruchs auf eine "Vorreiterrolle beim Umweltschutz". Und
die kluge Sorgfalt beim Umgang mit den kleineren Partnerstaaten.



Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Westfalenpost: Sehnsucht nach dem Dorf

Von Andreas Thiemann Thüringische Landeszeitung: Handwerk en vogue? / Zur Ausbildung im Handwerk
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.10.2013 - 20:39 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 961956
Anzahl Zeichen: 2001

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 225 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Glaubwürdigkeit bleibt auf der Strecke

Von Knut Pries
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Bundesliga-Manager wird BSW-Generalsekretär: "Merz hat keine Hausmacht mehr" / Oliver Ruhnert wechselt in die Politik und kommt wie der Kanzler aus dem Sauerland ...
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo

Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef

Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt


Weitere Mitteilungen von Westfalenpost


Rheinische Post: Russlands Nationalismus ...
Ein nationalistischer Mob randaliert in Moskau gegen Ausländer, nachdem ein junger Russe getötet wurde. Die russische Polizei reagiert, indem sie 1200 Gastarbeiter festnimmt. Das ist der stumpfsinnige fremdenfeindliche Aktionismus eines Staates, der seine Bürger mit einem hochexplosiven sozia

Rheinische Post: Zurück zur Natur ...
Der Vorstoß, in einigen Supermarkt-Filialen auch ungewöhnlich gewachsenes Obst und Gemüse zu verkaufen, ist zu begrüßen. Denn ist es sinnvoller, eine krumme Gurke den Kunden anzubieten, als sie wegzuschmeißen oder als Tierfutter zu verwerten. Wenn dabei weniger betuchte Familien einige Eur

Rheinische Post: Große Aufgaben für die große Koalition ...
Politikwissenschaftler argumentieren gerne, dass große Koalitionen in der Demokratie nur ein Ausnahmefall sein sollten. Zu erdrückend die Macht, zu übergreifend die gesellschaftspolitische Deutungshoheit eines solchen Bündnisses. Wenn dem so ist, dann sollte es auch eine politische Selbstver

Südwest Presse: KOMMENTAR · HUNGER ...
Jetzt handeln Es gibt Fortschritte gegen den Hunger in der Welt. Ob er allerdings an Zahlen festzumachen ist, daran gibt es erhebliche Zweifel. Die Welternährungsorganisation FAO muss sich Kritik gefallen lassen, weil sie Menschen in armen Ländern einen "bewegungsarmen Lebensstil"


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z