Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christine Schröpf zu CSU/Frauenunion
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seiner Partei seit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren vielfach den
Weg zu Schlüsselpositionen geebnet. Die 2010 beschlossene Frauenquote
für Parteiämter auf Landes- und Bezirksebene ist dafür nur ein
Beispiel. Es ist gerecht und gut fürs Land, dass Frauen in der CSU
mehr als früher zu sagen haben. Es ist aber auch strategisch klug.
Frauen stellen mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Sie achten in den
Wahlkabinen sehr wohl darauf, wie ernst sie von der Partei genommen
werden, bei der sie ihr Kreuzchen setzen sollen. Seehofers Strategie
hat sich im Wahljahr 2013 ausgezahlt. Die CSU wurde auch für die
Stärkung der Frauen belohnt. Trotzdem ist die Partei noch längst kein
Frauenparadies. Das zeigt ein Blick in die Landtagsfraktion. Der
Frauenanteil liegt dort bei 20 Prozent, der Durchschnitt im Parlament
beträgt 29,4 Prozent. Auch in der CSU-Mitgliederstatistik bewegt sich
wenig. Seit 2010 hat sich die Zahl der Frauen nur von 19 auf 19,8
Prozent erhöht. Seehofer könnte von den Grünen lernen, zu denen er
soeben neue Sympathien entdeckt hat. Sie sind weit voraus.
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Datum: 20.10.2013 - 21:21 Uhr
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