Mittelbayerische Zeitung: Kasse macht Kopfschmerzen / Kommentar zum AOK-Krankenhausreport
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Krankenhausreport der größten deutschen Krankenkasse auf dem Gewissen
haben. Diesen Patienten soll ein Behandlungsfehler zum Verhängnis
geworden sein. Es ist eine Zahl, die erschreckend hoch ist, die
alarmieren soll und wachrüttelnd klingt. Klar ist, jeder
Behandlungsfehler ist einer zu viel. Da sind sich alle Beteiligten
einig. Nur hat es die AOK in ihrem Bericht mit der Überprüfbarkeit
ihrer Zahlen nicht so genau genommen, wie man es von einem
wissenschaftlichen Institut erwarten würde. Die Datengrundlage ist
sieben Jahre alt und die hat man auf 19 Millionen Klinikbesuche
hochgerechnet. Wie hoch eine vermeintliche Dunkelziffer ist, weiß
niemand. Deswegen muss aber niemand in Panik geraten. Auch wenn es am
deutschen Gesundheitssystem mit seiner überbordenden Bürokratie viel
auszusetzen gibt: Es gehört noch immer zu den besten der Welt - auch
die Ärzte, die darin arbeiten. Für die AOK war der Report aber ein
voller Erfolg: Rechtzeitig bevor der neue Gesundheitsminister über
die Reform der Krankenhauslandschaft entscheiden kann, hat man eine
Vorstellung unters Wähler-Volk gebracht, die diesen
Gestaltungsprozess mindestens beeinflussen kann: Ärzte in Kliniken
therapieren ihre Patienten zu Tode, damit es in der eigenen Tasche
klingelt. Die Kassen selbst hätten ja nur das Patientenwohl im Sinn.
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Datum: 21.01.2014 - 20:06 Uhr
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