Mitteldeutsche Zeitung: zu Hartz IV
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aus der Alltags-praxis in Jobcentern und Arbeitsagenturen speist.
Fraglos ist es sinnvoll, im Fall überzahlter Hartz-IV-Leistungen die
aufwendigen und zumeist erfolglosen Rückerstattungsforderungen
einfach sein zu lassen. Gewiss beschleunigt es die
Verwaltungsverfahren, wenn Pauschalen anstelle kompliziert zu
errechnender Einzelbeträge treten. Auch der BA-Vorschlag, wiederholt
säumigen Kunden die Zahlungen komplett zu streichen, ist - bei aller
Härte -zumindest leicht umzusetzen. Doch ist es sinnvoll, mit hohem
Aufwand Menschen in der Arbeitsvermittlung zu belassen, die maximal
drei Stunden am Tag arbeitsfähig sind? Wäre es nicht besser, die
Bemühungen auf Kinder aus Hartz-IV-Haushalten zu konzentrieren, um
sie vor Langzeitarbeitslosigkeit zu bewahren? Die Antwort wäre eine
Reform wert.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
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Datum: 23.04.2014 - 19:44 Uhr
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