Allg. Zeitung Mainz: Albtraum / Kommentar zum atomaren Endlager
ID: 1063318
irgendwo hin. Hinter derlei Flapsigkeit verbirgt sich vor allem
Hilflosigkeit, vermutlich auch Angst. Denn was da verhandelt wird,
ist schlicht ein Albtraum von nahezu apokalyptischen Ausmaßen. Das
sollten sich diejenigen immer wieder vor Augen führen, die
klammheimlich hoffen, die Energiewende werde doch noch scheitern und
die Atomkraft ein - wenn es nicht so makaber wäre, würde man
formulieren: strahlendes - Comeback feiern. Die Zeitvorstellungen,
die jetzt genannt werden, sind gefährlich, weil sie suggerieren, es
sei noch lange hin. Bei dem einen oder anderen könnte auch der
Gedanke aufkommen: "Wozu reg' ich mich auf, das erleb' ich ja alles
nicht mehr." Mag sein, aber die Kinder und Enkel erleben es. Ein
Super-Erbe, diese Atomkraft und ihre Folgen. Bundestagspräsident
Norbert Lammert hätte gerne, dass die Kommission Empfehlungen mit
größtmöglicher Mehrheit ausspricht. Das ist ein bisschen naiv. Selbst
wenn sich die Kommission zu klaren Voten zusammenrauft - spätestens,
wenn sich ein Endlager-"Favorit" abzeichnet, wird es ein
kompromissloses, bitter hartes Hauen und Stechen geben: nicht in
meinem Bundesland, nicht in der Nähe meiner Stadt, nicht in meinem
Wahlkreis. Und dennoch:Der Versuch, die Angelegenheit in vernünftige
Bahnen zu leiten, ist genau so alternativlos, wie es die Energiewende
ist. Extrem spannend wird auch die Kostenfrage. Die Kanzlerin sagte
gestern mit Blick auf die Energiekonzerne: "Wir werden genau darauf
achten, dass die finanziellen Risiken auch von ihnen, den
Verantwortlichen, getragen werden." Diese Formulierung lässt eine
Menge Schlupflöcher.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
Regionalmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral@vrm.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.05.2014 - 19:24 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1063318
Anzahl Zeichen: 2012
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 154 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allg. Zeitung Mainz: Albtraum / Kommentar zum atomaren Endlager"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Allgemeine Zeitung Mainz (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte hält einen Austritt der FDP aus der Berliner Ampelkoalition für möglich. "Die Ergebnisse der FDP bei den vergangenen Landtagswahlen befinden sich im kaum noch messbaren Bereich", sagt Korte im neuen Podcast der VRM "Korte &
Es bleibt ein Störgefühl / Kommentar von Jens Kleindienst zum Karlsruher AfD-Urteil ...
Als demokratisch gewählter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag "bei der Gestaltung seiner inneren Organisation und des Geschäftsgangs ein weiter Spielraum zu". So hat es das Bundesverfassungsgericht jetzt bekräftigt - und sich damit selbst große Zurückhaltung auferlegt. Einzige
Wir brauchen eine Vision für unser Land / Kommentar von Dennis Rink zum Zustand Deutschlands ...
Wohin führt unsere Reise? Befindet sich Deutschland wirklich im Sinkflug? Und was bedeutet das für uns? Umfragen bestätigen regelmäßig, dass wir Deutsche uns diese Frage immer häufiger stellen - und dass wir Sorgen haben. Können wir hier noch sicher leben? Bleibt die Demokratie die sattelfest
Weitere Mitteilungen von Allgemeine Zeitung Mainz
WAZ: Den Stammtisch widerlegt. Kommentar von Theo Schumacher ...
Es ist der Stoff, aus dem rechte Parteien ihre Wahlparolen texten und so mancher Stammtisch seine Weisheit saugt: Ausländer neigen schneller zu Gewalt als Deutsche. Mit dieser weitverbreiteten "Wahrheit" hat die gestern vorgelegte Studie aufgeräumt. Bemerkenswert ist, dass die Forsch
DER STANDARD-Kommentar: "Mehr Macht, weniger Geld" von Walter Müller ...
Jetzt klopft auch Bundespräsident Heinz Fischer den Landeskaisern auf die Finger und will deren Einfluss zurückdrängen. Vielerorts brandet Jubel auf: endlich weg mit den Bundesländern, alle Macht nach Wien. Zu Ende gedacht hieße das aktuell: Die beiden Politgiganten Werner Faymann und Michael S
Henkel: Keine Strohmänner, keine Unklarheiten ...
Unter der Überschrift "Der seltsame Kredit des Hans-Olaf Henkel" berichtete der Tagesspiegel am 22. Mai 2014 über angebliche Spekulationen über ein Darlehen, welches Henkel der Partei zur Finanzierung des Wahlkampfes gewährt hat. Obwohl er anfänglich anonym bleiben wollte, sah sich
nano spezial: Lebenswerte Pflege / 3sat-Wissenschaftsmagazin auf der Suche nach alternativen Wohn- und Lebensformen fürs Alter und für die Pflege ...
Dienstag, 27. Mai 2014, 18.30 Uhr, 3sat Erstausstrahlung Für die "spezial"-Ausgabe "Lebenswerte Pflege" des 3sat-Wissenschaftsmagazins "nano" macht sich Moderator Gregor Steinbrenner auf die Suche nach alternativen Wohn- und Lebensformen fürs Alter und für di




