Allg. Zeitung Mainz: Gute Nachrichten / Kommentar zur Zuwanderung
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für Zuwanderer. Das ist eine ausgesprochen gute Nachricht. Vor allem
die Wirtschaft wird nicht müde, die Vorteile eines
Einwanderungslandes zu betonten. Die Unternehmen sind angesichts
alternder Belegschaften und zunehmend spürbaren Fachkräftemangel
schließlich die ersten Leidtragenden des demografischen Wandels. Auch
die Finanzierungslücken im Sozial- und Rentenversicherungssystem
werden sich nur über neue sozialversicherungspflichtige Arbeitskräfte
schließen lassen. Dem Durchschnittsdeutschen erscheint die
Zuwanderung dagegen vor allem als Zumutung. Dem "Eurobarometer"
zufolge ist für ihn Immigration das wichtigste "Problem" in Europa.
Aber gleichzeitig sehen sich nur sechs Prozent der Deutschen von den
Folgen der Einwanderung persönlich betroffen. Das zeigt, wie wichtig
Aufklärung und Integrationsanstrengungen sind. Je intensiver die
Neuankömmlinge mit Sprachkursen und Qualifizierungen betreut werden,
desto eher werden sie später auf eigenen Füßen stehen und ihren
Lebensunterhalt allein bestreiten können. Dafür müssen den Kommunen
die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit sie vor
Ort helfen können. Darüber hinaus müssen im Ausland erworbene
Qualifikationen leichter anerkannt werden. Denn erst wenn Integration
nicht gelingt, wird Zuwanderung wirklich zum gesellschaftlichen
Problem. Deutschland ist auf neue Bürger - egal, woher sie kommen -
angewiesen, also sollte die Gesellschaft auch etwas dafür tun. Einen
Automatismus bei der Integration gibt es nicht.
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Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
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Datum: 19.02.2015 - 19:34 Uhr
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