Allg. Zeitung Mainz: Endlich antworten / Kommentar zu Fremdenfeindlichkeit/Ostdeutschland von Reinhard Breidenbach
ID: 1256065
der DDR in die Wiege gelegt. Nach dem Krieg hieß die SED umgehend
Scharen alter Nazis in ihren Reihen willkommen, in den siebziger und
achtziger Jahren schauten viele DDR-Bürger abschätzig auf
vietnamesische Vertragsarbeiter, "Fidschis" genannt, herab. Die Stasi
registrierte tausende Fälle von Angriffen gegen die - verhältnismäßig
wenigen - Ausländer in der DDR. Die Übernahme von Nazis in den
Beamten- und Richterapparat widerfuhr auch der jungen Bundesrepublik,
und auch sie erlebte Fremdenhass und Antisemitismus - konnte damit
aber, da demokratisch und weltoffen verfasst, besser umgehen. So
lautet das Fazit wie in allen Lebensbereichen: Die alte
Bundesrepublik hatte es wesentlich leichter als die DDR. Womit sich
westdeutsche Arroganz wie von selbst verbietet. Dennoch müssen
sensible Punkte angesprochen werden, um Gefahren vorzubeugen. Das hat
der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz getan, zu Recht.
Wissenschaftlichen Studien zufolge ist Fremdenfeindlichkeit in
Deutschland am stärksten im Osten und in Bayern (!) zu verzeichnen.
Im sächsischen Heidenau zeigte sich dieser Tage erneut ein
katastrophales Versagen der Sicherheitskräfte, obwohl die nach dem
Desaster, das sie bei der (Nicht-)Verfolgung der NSU angerichtet
hatten, Besserung gelobten. Wohl wahr: Wir brauchen keinen
Ost-West-Konflikt in Form von Schuldzuweisung. Aber ein starkes Land
wie Sachsen muss endlich sagen, was es gegen Nazi-Umtriebe zu tun
gedenkt. Vieles spricht für ein NPD-Verbot; die Bundesländer
betreiben derzeit ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht.
Auch das will Lewentz unterstreichen. Zu Recht.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
Regionalmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral@vrm.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 31.08.2015 - 19:23 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1256065
Anzahl Zeichen: 2025
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 222 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allg. Zeitung Mainz: Endlich antworten / Kommentar zu Fremdenfeindlichkeit/Ostdeutschland von Reinhard Breidenbach"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Allgemeine Zeitung Mainz (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte hält einen Austritt der FDP aus der Berliner Ampelkoalition für möglich. "Die Ergebnisse der FDP bei den vergangenen Landtagswahlen befinden sich im kaum noch messbaren Bereich", sagt Korte im neuen Podcast der VRM "Korte &
Es bleibt ein Störgefühl / Kommentar von Jens Kleindienst zum Karlsruher AfD-Urteil ...
Als demokratisch gewählter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag "bei der Gestaltung seiner inneren Organisation und des Geschäftsgangs ein weiter Spielraum zu". So hat es das Bundesverfassungsgericht jetzt bekräftigt - und sich damit selbst große Zurückhaltung auferlegt. Einzige
Wir brauchen eine Vision für unser Land / Kommentar von Dennis Rink zum Zustand Deutschlands ...
Wohin führt unsere Reise? Befindet sich Deutschland wirklich im Sinkflug? Und was bedeutet das für uns? Umfragen bestätigen regelmäßig, dass wir Deutsche uns diese Frage immer häufiger stellen - und dass wir Sorgen haben. Können wir hier noch sicher leben? Bleibt die Demokratie die sattelfest
Weitere Mitteilungen von Allgemeine Zeitung Mainz
WAZ: Was dem Revier wirklich hilft. Kommentar von Ulf Meinke zur Forsa-Umfrage ...
Das Wir-Gefühl im Ruhrgebiet ist groß. Wer daran in einem schwachen Moment zweifeln sollte, bekommt von Zeit zu Zeit ein Stückchen Selbstvergewisserung durch Umfrageergebnisse. Nun also bescheinigt uns das Forsa-Institut gemeinsam mit dem Initiativkreis Ruhr, dass die große Mehrzahl der Mens
WAZ: Kraft konzentriert sich auf NRW. Kommentar von Walter Bau zur SPD-Umfrage ...
Sie werde "nie, nie" als Kanzlerkandidatin nach Berlin gehen, hat Hannelore Kraft vor knapp zwei Jahren den Sozialdemokraten in NRW geschworen. Die neue Umfrage zur personellen Lage der SPD scheint der Ministerpräsidentin nachträglich Recht zu geben: Denn die Unterstützung für Kraf
neues deutschland: Missbrauch der Flüchtlingspolitik durch die SPD: Nicht jetzt, bitte! ...
Die SPD hat die Gelegenheit erkannt. Das Flüchtlingsdrama bietet ihr die Chance, auf die sie kaum noch zu hoffen wagte. Endlich herauszukommen aus der Rolle des hässlichen Entleins in der Koalition, womöglich aus dem Umfragetief, aus den Debatten, ob man noch einen eigenen Kanzlerkandidaten b
Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung: Bundestags-Vizepräsidentin Pau beklagt Verharmlosung rechtsextremer Straftaten ...
Liebe Kollegen, die Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) übermittelt Ihnen eine Nachricht, die wir in unserer Dienstagausgabe veröffentlichen. Sie ist bei Angabe der Quelle zur Verwendung frei. Frankfurt (Oder) Angesichts der Debatte um fremdenfeindliche Umtriebe in Ostdeutschland hat di




