Allg. Zeitung Mainz: Nicht hinwerfen / Kommentar von Reinhard Breidenbach zu CDU und Klöckner
ID: 1333170
turbulentesten Wahl nicht außer Kraft zu setzen sind. "Viel Feind',
viel Ehr", heißt eine. "Neid muss man sich verdienen, Mitleid kriegt
man geschenkt", eine zweite. Beide treffen auf Julia Klöckner zu. Von
der Hoffnungsträgerin zum gefallenen Engel - im Bruchteil jener
Sekunde, in der die erste Hochrechnung über den Bildschirm flimmert?
So schnell geht das vielleicht in ein paar bunten Blättern, aber
nicht in Wirklichkeit. Und dass nun ausgerechnet Sigmar Gabriel und
Ursula von der Leyen Häme Richtung Klöckner fließen lassen, spricht
Bände. Die Verteidigungsministerin zittert um ihre
Kanzlerinnenchance. Und Gabriel erzählt viel, wenn der Tag lang ist,
oft zum Leidwesen der Bundes-SPD. Klöckner kann aus dem, was da in
Rheinland-Pfalz vor sich ging, Lehren ziehen. Das Zeug dazu hat sie
allemal. Jetzt alles hinzuwerfen oder sich in einen Berliner
Staatssekretärinnen-Sessel zu verkriechen, wäre ganz schlecht - für
alle Beteiligten - und grenzte fast an Fahnenflucht. Wie kam's zur
brachialen Trendwende von Mainz? Klöckners Plan A 2 war plausibel und
theoretisch nicht zu beanstanden, aber zu kompliziert. Die
Papierkörbe dieser Welt sind voll von Plänen, die theoretisch in
Ordnung waren, aber nicht funktionierten. Hinterher, aber eben erst
hinterher, ist man - respektive frau - halt immer schlauer. Hinzu
kommt: Wahlkampf auf Biegen oder Brechen können Sozialdemokraten oft
sehr gut. Vor allem: Dreyers Aura verwandelte in letzter Minute
Persönlichkeits- in Parteienprozente. Dagegen zu obsiegen, ist bitter
schwer. Nun ist Weiterarbeiten angesagt, nicht zuletzt, um im Landtag
und überall im Land rechtsextremistisches Gedankengut zu entlarven.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Alexandra Maus
Newsmanagerin
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.03.2016 - 20:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1333170
Anzahl Zeichen: 2060
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 332 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allg. Zeitung Mainz: Nicht hinwerfen / Kommentar von Reinhard Breidenbach zu CDU und Klöckner"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Allgemeine Zeitung Mainz (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte hält einen Austritt der FDP aus der Berliner Ampelkoalition für möglich. "Die Ergebnisse der FDP bei den vergangenen Landtagswahlen befinden sich im kaum noch messbaren Bereich", sagt Korte im neuen Podcast der VRM "Korte &
Es bleibt ein Störgefühl / Kommentar von Jens Kleindienst zum Karlsruher AfD-Urteil ...
Als demokratisch gewählter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag "bei der Gestaltung seiner inneren Organisation und des Geschäftsgangs ein weiter Spielraum zu". So hat es das Bundesverfassungsgericht jetzt bekräftigt - und sich damit selbst große Zurückhaltung auferlegt. Einzige
Wir brauchen eine Vision für unser Land / Kommentar von Dennis Rink zum Zustand Deutschlands ...
Wohin führt unsere Reise? Befindet sich Deutschland wirklich im Sinkflug? Und was bedeutet das für uns? Umfragen bestätigen regelmäßig, dass wir Deutsche uns diese Frage immer häufiger stellen - und dass wir Sorgen haben. Können wir hier noch sicher leben? Bleibt die Demokratie die sattelfest
Weitere Mitteilungen von Allgemeine Zeitung Mainz
Lausitzer Rundschau: Wertschöpfung aus Abfallprodukt Zur Braunkohleförderung in der Lausitz ...
Es ist eines der vielen Positiv-Beispiele Lausitzer Unternehmergeistes: Ein Lautaer Unternehmen nutzt Eisenhydroxidschlamm aus dem Tagebau Nochten und verarbeitet diesen zu speziellen Pellets, Granulaten und Pulvern. Der Firma P.U.S. ist es gelungen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und ihre Nis
Lausitzer Rundschau: Reden, aber nicht wackeln Die Volksparteien und die Protestwahlen ...
Schlimmer hätte es für die Volksparteien nicht kommen können. Die CDU schrumpft zur 30-Prozent-Formation, und die SPD muss froh sein, dass sie in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt überhaupt noch zweistellig wurde. Die Erklärung für dieses Desaster scheint einfach zu sein: Die Wahlen st
neues deutschland: Zukunft solidarischer Mehrheiten: Die Verlierer¶ ...
Wer Rot-Rot-Grün für eine Option hielt, Veränderungen links der CDU durchzusetzen, hat seit Sonntag viel nachzudenken. Dazu zwingt schon die Mathematik: Mit dem Aufstieg der AfD wird die Bildung von Mehrheiten schwieriger. Hinzu kommt: Unter dem Strich hat das rot-rot-grüne Lager in den drei
Wie der Wohlfahrtsstaat die Migration anheizt ...
"Die Debatte um die Flüchtlingskrise wird mit falschen Begriffen geführt", stellt Anthony P. Mueller in seinem jüngsten Beitrag auf www.misesde.org fest. Da zumeist die Moral in den Vordergrund gestellt wird, werden die Ursachen für Migration nicht richtig benannt. Aber nur wenn ma




