Weser-Kurier:Über arbeitssuchende Flüchtlinge schreibt Alexandra Knief
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Das größte Problem bei der Integration auf dem Arbeitsmarkt: Viele
können ihre bisherige Schul- und Berufsbildung nicht nachweisen.
Ihnen fehlen benötigte Dokumente, zum Teil, weil es diese in ihrer
Heimat gar nicht gibt. Was folgt, sind lange Anerkennungsverfahren,
die nun mal nicht einfach übersprungen werden können. Und natürlich
muss auch noch die neue Sprache gelernt werden, bevor die Arbeit
aufgenommen werden kann.
Trotzdem ist es frustrierend, dass die bürokratischen Mühlen
manchmal so langsam mahlen. Sowohl für die Betroffenen, die gerne
wieder ihrem alten Job nachgehen wollen, als auch für die
Unternehmen, die händeringend nach Fachkräften suchen. 7200 freie
Stellen sprechen für sich. Welches Potenzial viele Betroffene
mitbringen, zeigt der hohe Anteil der Flüchtlinge mit Abitur und die
Migranten, deren Berufsabschluss bereits ermittelt wurde. Sie sind
ihrem Ziel, in Deutschland Arbeit zu finden, schon einen Schritt
näher. Für alle anderen ist es wichtig, dass die zuständigen Behörden
Wege finden, das Anerkennungsverfahren zu beschleunigen. Die deutsche
Wirtschaft wird es ihnen danken.
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Datum: 28.07.2016 - 21:20 Uhr
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