PIRATEN: Post-Pläne schränken Briefgeheimnis ein
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versuchsweise Briefe künftig nicht mehr täglich auszutragen und nun
verstärkt auf die Digitalisierung des Inhalts der Schreiben setzen
will, der an Empfänger per ePost-Mail verschickt wird, kritisieren
die Piraten im Saarland die Post-Pläne. Klaus Schummer,
Landesvorsitzender der PIRATEN, sieht darin einen Angriff auf das
deutsche Briefgeheimnis:
"Zwar dürfen Briefe nur nach Zustimmung geöffnet, eingescannt und
per Mail an den Empfänger versendet werden. Aber wer stellt sicher,
dass die Vertraulichkeit des Inhalts bei dieser Methode gewahrt wird?
Es werden zusätzliche Personen involviert, die zumindest potenziell
Kenntnis über private Inhalte erlangen können, die schützenswert
sind. So wird aus einem Brief, der bis zum Empfänger, für den er
bestimmt ist, verschlossen und ungelesen bleibt, schnell eine
Postkarte, die andere Personen mangels Umschlag auch mitlesen können.
Das gleiche gilt für die unsichere ePost-Mail, über die der
eingescannte Briefinhalt dann digital versendet wird. Diese
gewährleistet, wie die De-Mail, keine sichere Ende-zu-Ende
Verschlüsselung. Daten werden auf dem Server entschlüsselt, können
eingesehen werden, dann wieder verschlüsselt und an den Empfänger
weitergesendet. Es fehlt an Systemen, die sicherstellen, dass
Briefinhalte ohne Kenntnis Dritter nur demjenigen zugehen, für den
sie bestimmt sind, und nicht ausgelesen, auf Server gespeichert und
nicht unmittelbar nach Übermittlung wieder gelöscht werden.
Stattdessen setzen wir Piraten uns für sichere Ende-zu-Ende
Verschlüsselung, den Ausbau der Anerkennung von digitalen
Schriftstücken im Rechtsverkehr und ein Recht auf ein 'digitales
Briefgeheimnis' im Internet ein."
Pressekontakt:
Piratenpartei Deutschland
Piratenpartei Saarland
- Presseteam -
Postfach 10 23 26
66023 Saarbrücken
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Datum: 07.09.2017 - 13:24 Uhr
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