RNZ: Koalitionsverhandlungen: JU-Chef Löbel warnt vorerst vor Personaldebatten
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Personaldebatten - Erst nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen
soll es auch ums Personal gehen - "Neue Köpfe" seien aber wichtig für
die Partei.
Heidelberg. Der scheidende Vorsitzende der Jungen Union
Baden-Württemberg, Nikolas Löbel, rät dazu, vorerst auf
Personaldebatten zu verzichten. "Jetzt führen wir Sondierungen und
möglicherweise Koalitionsverhandlungen. Danach, aber erst danach,
geht es auch ums Personal", sagte Löbel im Interview mit der
Rhein-Neckar-Zeitung (Samstag).
Der CSU-Nachwuchs hatte sich am vergangenen Wochenende gegen
Parteichef Horst Seehofer in Stellung gebracht. Einen ähnlichen
Schritt der baden-württembergischen Parteijugend erwartet Löbel
nicht. "Angela Merkel war unsere Spitzenkandidatin, ist unsere
Bundeskanzlerin und soll auch Bundeskanzlerin bleiben", sagte der
31-Jährige.
Gleichzeitig stellte er klar, dass die CDU "neue Köpfe" brauche,
damit sie als Partei sichtbar bleibe. "Da würde ich mir wünschen,
dass in einem möglichen Jamaika-Kabinett, in der Partei, in der
Fraktion einige der sehr guten Köpfe aus der zweiten oder dritten
Reihe in die erste Reihe kommen", sagte Löbel der
Rhein-Neckar-Zeitung.
Seinen Rückhalt hat Jens Spahn: "Er wäre sicherlich eine
Bereicherung, in welchem Amt auch immer."
Insgesamt erwartet er von seiner Partei angesichts der Verluste
bei der Bundestagswahl eine Kurskorrektur. "Die Union als Partei der
Mitte muss in der Mitte stehen. Aber manchmal muss man auch rechts
und links der Mitte Positionen besetzen, um die ganze Gesellschaft
abzubilden", sagte Löbel. "Wir wollen uns nicht daran gewöhnen, dass
neben der CDU eine rechte, konservative Partei im Landtag und im
Bundestag sitzt."
Nikolas Löbel wurde 2011 an die Spitze der Jungen Union
Baden-Württemberg gewählt. Nachdem er bei der Bundestagswahl in
Mannheim das Direktmandat gewonnen hat, gibt er diesen Posten jetzt
auf. Am Samstag soll bei einem Landestag der Jungen Union in Mannheim
ein Nachfolger gewählt werden.
https://www.rnz.de/nachrichten/metropolregion_artikel,-koalitionsv
erhandlungen-ju-chef-nikolas-loebel-warnt-vorerst-vor-personaldebatte
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Datum: 11.11.2017 - 05:00 Uhr
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