BUND-Forderungspapier zum SPD-Bundesparteitag: Gerechtigkeit gibt es nur mit Umweltschutz
ID: 1559947
(BUND) hat heute zu Beginn des SPD-Bundeparteitags den Delegierten
und der SPD-Parteispitze ein zehn Punkte umfassendes Forderungspapier
übergeben. Darin fordert der Umweltverband die SPD auf, ihr
Engagement für das Thema Umwelt- und Naturschutz weiter auszubauen.
Dazu erklärte Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender:
"Die SPD will nach dem Ausgang der Bundestagswahl an der
Neuaufstellung der Partei arbeiten und Orientierung und klare
Antworten auf die Fragen unserer Zeit geben. Dann kommt sie an den
Themen Umwelt- und Naturschutz nicht vorbei - sind dies doch die
drängenden Zukunftsfragen. Die SPD sollte ihr Profil in diesem
Bereich weiter schärfen und den Weg zu einer nachhaltigen Republik
mutig beschreiten. Sauberes Trinkwasser, gesunde Lebensmittel, gute
Luft und eine intakte Natur für jede und jeden sind elementare
Bestandteile von Gerechtigkeit. Es gilt den Umbau der Tierhaltung hin
zu tiergerechten Haltungsverfahren einzuleiten und hierfür als erste
Maßnahme die Tierhaltungskennzeichnung zeitnah zu beschließen. Durch
nationale Restriktionen und Verbote bei der Verwendung von Glyphosat
und durch die Verabschiedung eines Bienenaktionsplans, sollte die SPD
sich dem Schutz der Artenvielfalt verpflichten.
Die Klimakrise und der Verlust der biologischen Vielfalt bedrohen
die Menschen hier und in fernen Ländern. Wenn das Ruder in der
nächsten Legislaturperiode nicht rumgerissen wird, werden sich die
Auswirkungen der Erderhitzung noch verschärfen. Die Folgekosten des
Klimawandels werden die Kosten für den Klimaschutz um ein Vielfaches
übersteigen. Die SPD muss sich für die Erreichung des von ihr mit
beschlossenen Klimaziels 2020 und damit einhergehend für die rasche
Abschaltung der dreckigsten Kohlekraftwerke einsetzen.
Umwelt- und Klimaschutz sind unverzichtbare Bausteine für die
Bewältigung politischer Aufgaben - sei es für die zunehmenden
Migrationsbewegungen oder bei der Schaffung von Arbeitsplätzen mit
Zukunftsperspektive. Teile der Wirtschaft haben dies bereits erkannt
und fordern klare Rahmenbedingungen, wie es in den nächsten Jahren
wirtschafts- und umweltpolitisch weiter gehen soll. Deshalb ist es
das Gebot der Stunde jetzt zu handeln.
Der BUND fordert die SPD auf, den nachhaltigen Umbau unserer
Gesellschaft ambitioniert voranzutreiben."
Das Forderungspapier finden Sie unter:
www.bund.net/forderungen-spd
Pressekontakt:
Olaf Bandt, BUND-Bundesgeschäftsführer für Politik & Kommunikation,
Tel. 030-27586-438, E-Mail: olaf.bandt@bund.net bzw. Ansgar Lahmann,
BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-497, E-Mail: presse@bund.net,
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Datum: 07.12.2017 - 09:55 Uhr
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