Westfalenpost: Der AfD entgegentreten
ID: 1616656
aber wegwischen, reinigen und vergessen. Zwölf Jahre Diktatur mit
Verfolgung und Ermordung politischer Gegner, der industriell
betriebene Massenmord an Juden, ein vom Zaun gebrochener Weltkrieg
mit 50 Millionen Toten lassen sich nicht wegwischen und vergessen.
Historische Bedeutung bemisst sich auch nicht nach Jahren, sondern
nach dem Geschehenen. Und da ist in jenen zwölf Jahren von 1933 bis
1945 viel mehr passiert, als es in "tausend Jahren erfolgreicher
deutscher Geschichte" hätte geschehen dürfen. Das weiß auch ein
Alexander Gauland. Er weiß aber auch, wie sich am rechten Rand
fischen lässt. Flankierende Sätze von "historischer Verantwortung"
werden gestreut, um sich juristisch nicht angreifbar zu machen, und
dann geht es zum Kern des Anliegens - ein Vogelschiss sei der ganze
Nazikram, der heute nicht mehr Klotz am Bein der Nation sein dürfe.
Die Reden der führenden AfD-Köpfe sind nicht nur gezielte
Provokationen und Ausfälle gegen den demokratischen Grundkonsens in
diesem Land. Sie dürfen getrost als das eigentliche Programm der
Partei gesehen werden. Dem ist nicht allein mit rituell wiederholter
Empörung beizukommen. Dass die Flüchtlingspolitik chaotische Züge
trägt, das Bamf überfordert ist und die Integration Hunderttausender
nicht mit einem einfachen "Wir schaffen das" erledigt ist, kann kaum
jemand bestreiten. Der Aufgaben sind genug, aber die Regierung
erweckt momentan nicht den Eindruck, als packe sie sie mit Eifer an.
Es liegt an ihr und den Demokraten im Land, durch praktisches Handeln
die Errungenschaften des Grundgesetzes zu verteidigen. Die beruhen
auch auf den Erfahrungen jener zwölf Jahre, die Gauland so gern
marginalisieren würde.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 03.06.2018 - 20:25 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1616656
Anzahl Zeichen: 2125
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 500 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Der AfD entgegentreten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Westfalenpost: Schweinefleisch in Schulkantinen: Brat' mir einer ein Schwein ...
Wenn die politischen Diskussionen draußen in der Welt oder hier drinnen in der Redaktion absurd zu werden drohen, schüttelt der Kollege am Schreibtisch nebenan den Kopf und murmelt: "Ich glaube, das kommt von zu viel Schweinefleisch." Eine Erklärung, die vielleicht auch auf den nun
BERLINER MORGENPOST: Selbstbedienung stoppen / Kommentar von Gudrun Mallwitz ...
In Tochterunternehmen des landeseigenen Klinikkonzerns Vivantes arbeiten Mitarbeiter für weniger Geld. Umso mehr schlug die Nachricht ein, dass Vivantes Führungskräften überhöhte Gehälter zahlt - und auf undurchsichtiger Basis auch noch Prämien gewährt. Dem Landesrechnungshof ist es zu v
Rheinische Post: Gaulands Hetze Kommentar Von Michael Bröcker ...
In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit. Auch für die AfD. Man tut auch ganz gut daran, die Äußerungen mancher Funktionäre nicht mit der gleichen Aggressivität zu kommentieren, wie diese zum Beispiel über Muslime sprechen. Dass der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland nun aber die NS-Zeit im
Rheinische Post: Parlament in der Pflicht Kommentar Von Birgit Marschall ...
Mindestens 1200 Asylanträge soll die Bremer Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zwischen 2013 und 2016 gegen alle Regeln positiv beschieden haben. Zu vermuten ist, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist angesichts von fast 600.000 Asylanträgen, die sich im Herbst




