neues deutschland: Koalition ohne Perspektive - Kommentar zur schwarz-roten Regierungskrise im Fall Maaßen
ID: 1652714
liegen tiefer, als es der Streit um den bisherigen
Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen vermuten lässt. Es geht um
mehr als nur um eine Meinungsverschiedenheit über die Zukunft eines
hohen und rechtslastigen Beamten. Denn in der Regierung haben sich
drei Partner zusammengetan, die eigentlich nichts mehr miteinander zu
tun haben wollten. Nur das Platzen der Jamaika-Verhandlungen und die
Angst vor Neuwahlen machte die Neuauflage der Großen Koalition
möglich. Die Parteien misstrauen sich gegenseitig. Zudem bewahrheiten
sich eigene Befürchtungen, dass viele Wähler mit dem schwarz-roten
Bündnis unzufrieden sind und deswegen den Regierungsparteien den
Rücken kehren. Während die Spitzen von CDU und SPD lavieren und
keinen Plan haben, wie sie mit der verzwickten Situation umgehen
sollen, hat CSU-Chef Horst Seehofer den rechten Kurs seiner Partei
verschärft. In diesem Zusammenhang ist auch Seehofers Ankündigung zu
verstehen, Maaßen trotz seiner Verharmlosung von rechtsradikalen
Hetzjagden in Chemnitz auf keinen Fall entlassen zu wollen. Obwohl
sich Seehofer bisher in der Koalition durchsetzen konnte, muss er das
baldige Ende seiner Karriere fürchten. Vor der bayerischen
Landtagswahl steht er mit dem Rücken zur Wand. Selbst wenn sich die
Parteien im Fall Maaßen einigen sollten, gibt es noch genügend
Konfliktpotenzial, das sogar zu einem Bruch der Koalition führen
könnte.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.09.2018 - 18:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1652714
Anzahl Zeichen: 1802
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 398 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Koalition ohne Perspektive - Kommentar zur schwarz-roten Regierungskrise im Fall Maaßen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Bundespräsident Steinmeier bei "Deutschland spricht": Fliehkräfte wirken nicht mehr nur in Internetforen, sondern auf offener Straße ...
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigt sich angesichts der jüngsten Proteste auf deutschen Straßen besorgt: "Wir erleben Wut und Protest auf deutschen Straßen, hin- und herfliegende Empörungsfetzen, Hass und Gewaltausbrüche", so Steinmeier bei der ZEIT ONLINE-Veranstaltung
WAZ: Neonazi-Aufmärsche in Dortmund: SPD-Brandbrief an Innenminister ...
Die SPD-Opposition im Landtag verlangt nach den rechtsextremen Aufmärschen in Dortmund Aufklärung vom nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul (CDU). Das berichtet die WAZ. In einem gemeinsamen Schreiben von SPD-Generalsekretärin Nadja Lüders und den Abgeordneten Sven Wolf und Har
Kurier am Sonntag: Bremer SPD-Landesvorsitzende nennt Seehofer Gefahr für die Demokratie ...
Die Bremer SPD-Landesvorsitzende Sascha Aulepp hat vor dem Spitzentreffen zum Fall Maaßen an diesem Sonntag in Berlin die Ablösung von Bundesinnenminister Horst Seehofer gefordert. "Es ist unglaublich, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Bundesinnenminister jetzt zum wiederholten Mal
Weser-Kurier: Bremer Grünen-Fraktionschefin fordert Ablösung von Seehofer ...
Die neue Spitzenkandidatin der Grünen im rot-grün regierten Bremen, Maike Schaefer, sieht nach dem Maaßen-Debakel für Innenminister Horst Seehofer keinen Platz mehr in der Bundesregierung. "Maaßen muss gehen, genauso wie Innenminister Horst Seehofer", sagte Schaefer dem Bremer WES




