NOZ: Tierversuche: Bundesregierung lenkt im Streit mit EU-Kommission ein
ID: 1672922
mit EU-Kommission ein
Berlin will rechtliche Vorgaben überarbeiten -
Vertragsverletzungsverfahren soll ausgesetzt werden
Osnabrück. Die Bundesregierung lenkt im Streit mit der
EU-Kommission um rechtliche Vorgaben für Tierversuche ein und kündigt
umfassende Nachbesserungen an. Das geht aus einem Schreiben der
Regierung an die Kommission hervor, berichtet die "Neue Osnabrücker
Zeitung", der das Dokument vorliegt. Demnach räumt Berlin ein, dass
europäische Vorgaben aus dem Jahr 2010 nur unzureichend in deutsches
Recht umgesetzt worden seien. Die Kommission hatte deswegen ein
Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik eingeleitet.
Berlin bittet nun darum, das Verfahren auszusetzen und Zeit für
entsprechende Anpassungen einzuräumen. Noch im September 2016 hatte
die Bundesregierung entsprechende Vorwürfe der Kommission als
unbegründet zurückgewiesen.
Brüssel hatte die Umsetzung von mehr als 20 Artikeln der
entsprechenden Richtlinie sowie mehrerer Anhänge kritisiert. Die
Bundesregierung räumt nun in den meisten Fällen ein, dass
Nachbesserungsbedarf besteht. Das umfasst etwa die Vorgabe, dass
Versuchsaffen möglichst Nachkommen von Primaten aus Gefangenschaft
sein sollen. Zudem bemängelte Brüssel die Vorschriften für Kontrollen
und Beaufsichtigungen von Tierversuchen in Deutschland.
Renate Künast, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen im
Bundestag, sieht sich in ihrer Kritik bestätigt. Sie sagte der "NOZ":
"Versuchstiere werden in Deutschland schlecht geschützt, Tierversuche
werden viel zu wenig hinterfragt und nur selten kontrolliert. Das
gibt die Bundesregierung jetzt zu." Künast forderte eine Strategie
zum Ausstieg aus Tierversuchen. Thomas Schröder, Präsident des
Deutschen Tierschutzbundes, nannte die rechtlichen Versäumnisse der
Bundesregierung "skandalös, denn es ist ein weiteres Beispiel aus dem
Tierschutz dafür, wie hemmungslos jede Bundesregierung unter Merkels
Führung den Interessen der Tiernutzer devot folgt, Tierschutzempathie
ist da gleich Null." Nach Zahlen der Bundesregierung wurden 2016
insgesamt 2,8 Millionen Tiere für Versuche in Deutschland benutzt.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.11.2018 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1672922
Anzahl Zeichen: 2668
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 398 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NOZ: Tierversuche: Bundesregierung lenkt im Streit mit EU-Kommission ein"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabr (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Fachgesellschaft für Maskenpflicht wegen überlasteter Kinderkliniken durch RSV-Welle GPP-Präsident Stock: "Würde definitiv helfen, um Infektionen zu begrenzen" - Appell an Eltern, nicht unnötig zum Arzt zu gehen Osnabrück. Wegen der Überlastung von Kinderkliniken durch die RSV-
Vor Wattenmeer-Konferenz: Bundesumweltministerin will niederländische Gasförderung vor Borkum abwenden ...
Vor Wattenmeer-Konferenz: Bundesumweltministerin will niederländische Gasförderung vor Borkum abwenden Lemke: "Am besten wäre es, das Projekt zu stoppen" - Grünen-Politikerin sieht Weltnaturerbe-Status des Wattenmeeres in Gefahr Osnabrück. Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grü
Karoline Herfurth: Ich habe einen Angsthund ...
Karoline Herfurth: Ich habe einen Angsthund "Hund mit Vorgeschichte" von Tierschutz-Initiative vermittelt - Balu erleidet Durchfall-Attacken Osnabrück. Karoline Herfurth (38) hat einen Hund mit Angstproblemen: "Ich habe einen Angsthund", sagte die Schauspielerin der "Ne
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabr
NOZ: Trotz Khashoggi-Affäre: Bundespolizei bildet nach wie vor Grenzschützer in Saudi-Arabien aus ...
Trotz Khashoggi-Affäre: Bundespolizei bildet nach wie vor Grenzschützer in Saudi-Arabien aus Linke fordert sofortigen Stopp: "Trainingsprogramm unterstützt barbarische Kopf-ab-Diktatur in Riad" Osnabrück. Ungeachtet der Affäre um den ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi
NOZ: Dieselfahrverbote: NRW-Innenminister glaubt nicht an Umsetzung der Video-Überwachung ...
Dieselfahrverbote: NRW-Innenminister glaubt nicht an Umsetzung der Video-Überwachung CDU-Politiker Reul übt heftige Kritik an Umweltschützern und Grünen als "elitäre Lobby" - Reul verlangt weniger Hysterie in der Debatte: "Nicht immer gleich fürchten, dass da der Tod unmi
NOZ: Engpässe bei Grippe-Impfstoffen: Pharmaforscher sieht Schuld bei Herstellern ...
Engpässe bei Grippe-Impfstoffen: Pharmaforscher sieht Schuld bei Herstellern Glaeske: Nicht andere kritisieren, sondern ihre Marketingabteilungen ins Gebet nehmen Osnabrück. Der Pharmaforscher Gerd Glaeske sieht die Schuld für die Engpässe bei den Grippe-Impfstoffen vor allem bei den
NOZ: NOZ: Städte- und Gemeindebund warnt in Debatte zu Verkehrsüberwachung vor Panikmache ...
Städte- und Gemeindebund warnt in Debatte zu Verkehrsüberwachung vor Panikmache Landsberg: Dauerhafte Datenerfassung findet nicht statt - Automatisches Scannen "geeignetes Verfahren" zur Fahrverbotskontrolle Osnabrück. In der hitzigen Debatte über eine automatische VerkehrsÃ




