Baden Württemberg verfehlt Radverkehrsstrategie
ID: 1696517
Verkehrsministerium gesteckte Ziel von 16% Radverkehrsanteil bis 2020
wird vorraussichtlich nicht erreicht werden können [1]. Die PIRATEN
kritisieren die mangelnde Förderung des Radverkehrs im Ländle. Dabei
schafft es gerade die Landeshauptstadt Stuttgart unter die oberen
Zehn der Staustädte in ganz Deutschland [2] und hätte eine neues
Verkehrskonzept dringend nötig.
"Dass sich die Regierung eine bessere Radinfrastruktur vornimmt,
ist ja generell zu begrüßen. Aber dann müssen eben auch entsprechende
Projekte initiiert werden", kommentiert Michael Knödler, Vorsitzender
der Piratenpartei Baden-Württemberg und Rad-Aktivist.
Die Radweginfrastruktur in Baden-Württemberg lässt nach wie vor zu
wünschen übrig. So sind etliche Gegenden überhaupt nicht ausgebaut,
in anderen setzt man auf gefährliche Auto-Rad-Kombinationen. Um eine
Verkehrswende herbeizuführen und einen Umstieg auf das Rad zu
ermöglichen, sind sichere und gut ausgebaute Radwege eine
grundlegende Voraussetzung. Im Land werden hierfür zu wenige
Fördermittel freigegeben und die Umsetzung oftmals nicht
radfreundlich gestaltet.
"Ein Radschutzstreifen ist verschwendetes Geld, hier sind die
Radfahrer den parkenden Autos und energischen Dränglern ausgesetzt.
Es ist Blödsinn, ständig Geld in den Autoverkehr zu pumpen, die
Radler jedoch mit schlechten Lösungen abzuspeisen", kommentiert
Knödler weiter.
Die Stadt Stuttgart lehnt den Radentscheid ab, obwohl ein
vielfaches der bötigten Unterschriften gesammelt wurden. Das von den
Grünen geleitete Referat Städtebau und Umwelt behauptet Kreuzungen
und Einmündungen seien derzeit schon sicher [3]. Dabei gilt
Stuttgart als eine der gefährlichsten Städte für Radfahrer [4].
Die PIRATEN fordern das Konzept des sogenannten 'Shared Space' und
Fahrradstraßen außerhalb der Hauptverkehrsadern. Hier können sich
alle Verkehrsteilnehmer unter gegenseitiger Rücksichtnahme
fortbewegen. Die zuständigen Städte und Kommunen müssen in die
Pflicht genommen werden, allen Verkehrsteilnehmern eine sichere
Teilhabe zu ermöglichen.
Quellen
[1] http://ots.de/XYFiMG
[2] http://ots.de/khPxK8
[3] https://www.stuttgart.de/item/show/466797/1/3/666845 (Seite 60)
[4] https://blog.nkb.fr/danger-cyclists/
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Mobil: 01764 7127628
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Landespressebeauftragter
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Datum: 14.02.2019 - 07:00 Uhr
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