Eric Beißwenger: Klare Rahmenbedingungen für Bayerns Obstbauern
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Artenvielfalt zu gesetzlich geschützten Biotopen werden können, hat
bei vielen unseren Landwirten in Bayern zu Verunsicherung geführt",
sagt Eric Beißwenger, der stellvertretende Vorsitzende des
Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz im Bayerischen Landtag.
"Um Missverständnisse auszuräumen und Klarheit für unsere Landwirte
zu schaffen, haben wir heute im Umweltausschuss beschlossen, dass die
Staatsregierung eine Rechtsverordnung erlassen wird. Sie legt fest,
unter welchen Voraussetzungen Streuobstwiesen künftig gesetzlich
geschützte Biotope sind."
Auf folgende Kriterien haben sich die beiden Regierungsfraktionen
dazu geeinigt: Es werden ausschließlich Streuobstwiesen mit einer
Dichte von nicht mehr als 100 Bäumen pro Hektar, bei denen mindestens
75 Prozent des Bestandes ihren Kronenansatz in 180 Zentimetern Höhe
haben, betroffen sein. Im Detail geht es um extensiv genutzte
Obstbaumwiesen und -weiden mit einem Baumabstand von grundsätzlich
nicht weniger als 10 Metern und nicht mehr als 20 Metern sowie einem
so fortgeschrittenen Bestandsalter, dass von einem biotoptypischen
Artenreichtum ausgegangen werden kann. Ein ausreichendes Alter liegt
insbesondere vor, wenn die überwiegende Anzahl der Bäume einen
Stammumfang von mindestens 50 Zentimetern in einer Höhe von einem
Meter über dem Boden aufweist.
"Artenvielfalt braucht alte Bäume und strukturreiches
Dauergrünland, in dem Tiere und Insekten Unterschlupf finden. Aber
auch bewirtschaftete Streuobstwiesen sind ökologisch wichtig, vor
allem für bestimmte Bienenvölker. Wir wollen das ihre Pflege und der
Pflanzenschutz weiter möglich bleiben. Schließlich liefern sie uns
heimische Äpfel, Birnen und Zwetschgen", betont Beißwenger. "Ich
bitte alle Landwirte in Bayern, sich nicht durch Falschinformationen,
wie sie teilweise in den sozialen Netzwerken verbreitet werden, zum
Griff zur Säge verleiten zu lassen."
In der Sitzung des Umweltausschusses wurde auch der gemeinsame
Antrag der Regierungsfraktionen zum Maßnahmenkatalog zur
Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern besprochen. Die
CSU-Landtagsfraktion hat sich im Vorfeld dafür eingesetzt, dass
weitere Ideen des Runden Tisches aufgegriffen werden. "So wollen wir
beispielsweise bereits in der Schule mehr Wissen über unsere
Landwirtschaft sowie den Arten- und Naturschutz vermitteln. Dazu
zählen auch Informationen über die vielen positiven Aspekte der
Lebensmittelerzeugung in Bayern", so Beißwenger abschließend.
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Datum: 06.06.2019 - 14:24 Uhr
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