neues deutschland: Kommentar zum sogenannten Steuerzahler-Gedenktag: Plumpes Sozialstaatsbashing
ID: 1737564
nicht verdient. Der Bund der Steuerzahler agiert seit Langem mit
einem volkswirtschaftlichen Verständnis von vorvorgestern, findet
aber immer noch Gehör. Ein Highlight der Lächerlichkeit ist der
»Steuerzahlergedenktag«, den der Verein für 2019 auf diesen Montag
taxiert. Erst jetzt würden Arbeitnehmer für sich arbeiten, denn sie
müssten 53,7 Prozent des Lohns an den Staat abführen, heißt es. Die
weit seriösere OECD kommt hingegen nur auf 49,5 Prozent. Die ganze
Herangehensweise ist demagogisch, denn der Großteil sind nicht
Steuern, sondern Sozialabgaben - diese fließen als Renten,
Gesundheitsleistungen oder Arbeitslosengeld wieder zurück. Eigentlich
müssten diese und auch sonstige Zahlungen wie Kindergeld abgezogen
werden. Dem Steuerzahlerbund geht es aber nicht um Aufklärung,
sondern um plumpes Steuer- und letztlich auch Sozialstaatsbashing.
Ein Gemeinwesen kann ja nur dann zum Wohle aller und besonders der
Schwachen funktionieren, wenn es auskömmliche Einnahmen hat. Der
dubiose Gedenktag verstellt zudem den Blick auf die vielen echten
Skandale im deutschen Steuerwesen: milliardenschwere klimaschädliche
Subventionen, Schlupflöcher für Immobilienspekulanten, die sehr
niedrige Vermögensbesteuerung oder das Ehegattensplitting, das alte
Rollenbilder fördert. Mit all dem hat der Steuerzahlerbund kein
Problem.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.07.2019 - 18:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1737564
Anzahl Zeichen: 1738
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 402 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kommentar zum sogenannten Steuerzahler-Gedenktag: Plumpes Sozialstaatsbashing"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Rheinische Post: Niedersachsens CDU-Chef rechnet mit schneller Nachfolge von der Leyens und sieht große Koalition als "fragil" ...
Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann hat für die Nachfolge von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Falle ihrer Wahl zur EU-Kommissionpräsidentin Ansprüche seines Landesverbandes angemeldet. "Die CDU Niedersachen als drittgrößter Landesverband muss in der Bundesregierung
RTL/n-tv-Trendbarometer / FORSA-AKTUELL: Kretschmann bleibt beliebtester Ministerpräsident in Deutschland - Größte Gewinner: Söder, Hans und Bouffier ...
Kretschmann Platz 1, Michael Müller Schlusslicht Der Baden-Württemberger Winfried Kretschmann ist weiterhin der beliebteste Ministerpräsident in Deutschland. Wie schon 2017 und 2018 sind seine Landsleute mit der Arbeit des Grünen am zufriedensten. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen, wie schon im
Landgericht will nichtüber Brandenburgs Kfz-Massenspeicherung entscheiden ...
In seinem Beschluss vom 9. Juli (Az. 22 Qs 40/19) schließt sich das Landgericht der Meinung des Amtsgerichts an, nur "zufällig" miterfasste Personen hätten kein Recht zu klagen. Außerdem sei das Verwaltungsgericht für die Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der Kfz-Massenspeich
Mitteldeutsche Zeitung: Konjunktur/ Arbeitsmarkt: Kurzarbeit in Sachsen-Anhalt nimmt stark zu ...
Halle - Die Konjunkturflaute erfasst nun auch die Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Abzulesen ist das an der deutlich gestiegenen Kurzarbeit. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Montag-Ausgabe). Im ersten Halbjahr 2019 beantragten 137 Betriebe für 2 639 Mitarbeiter au




