Piraten sagen Nein zu einer Fleischsteuer
ID: 1743711
Fleischsteuer auf den Weg gebracht. Union, SPD und Grüne haben sie in
seltener Einigkeit aufgegriffen. [1]
Dazu Maurice Conrad, Themenbeauftragter für Umwelt, Klima und
Tierschutz der Piratenpartei Deutschand:
"Die Motivationen von Thomas Schröder (Verbandspräsident des
Tierschutzbundes, Anm. d. Red.) für die Installation einer
Fleischsteuer sind aller Ehren wert. Wir teilen jedoch nicht seine
Annahme, dass die zusätzlichen Einnahmen tatsächlich für der Tierwohl
verwendet werden, gleichwohl Politiker der Regierungsparteien genau
dies behaupten. Wir halten das für pure Heuchelei. Bevor sie laut
über eine Fleischsteuer nachdenkt, sollte die Bundesregierung
zunächst die bestehenden hohen Subventionen für die Massentierhaltung
konsequent zurückfahren. Das dabei frei werdende Geld könnte
zweckgebunden an Agrarbetriebe ausgereicht werden, die sich der
ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft und damit auch dem Tierwohl
verpflichtet fühlen."
Zum ökologischen Aspekt einer Fleischsteuer äußert sich Conrad wie
folgt:
"Neben dem Tierschutz gibt es einen weiteren Beweggrund, der vor
allem uns Deutsche dazu zwingen sollte, unseren übermäßigen
Fleischkonsum zu hinterfragen. Massentierhaltung trägt, wenn man sie
in ihrer Gesamtheit betrachtet, wesentlich zur Erderwärmung bei.
Insofern hielte ich es für dringend notwendig, Fleisch deutlich zu
verteuern; nicht über eine neue Steuer, die vermutlich wieder
irgendwo im großen Bundeshaushalt versickern würde, sondern schlicht
über die Mechanismen des Marktes. Ökologisch produziertes Fleisch ist
von besserer Qualität und diese Qualität muss bezahlt werden. Wenn
wir deshalb weniger Fleisch essen, leisten wir automatisch einen
Beitrag für den Klimaschutz und nebenbei auch für unsere Gesundheit."
Quellen/Fußnoten: [1] http://ots.de/IvhhP7
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Alexander Ebhart
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Datum: 08.08.2019 - 19:36 Uhr
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