Lieferengpässe bei Medikamenten: CSU-Fraktion will Versorgung sicherstellen
ID: 1781127
dass die Versorgung mit Arzneimitteln und Medikamenten in Deutschland künftig
besser gewährleistet ist. In einem Antrag, der im kommenden Jahr im
Gesundheitsausschuss behandelt und heute in den Landtag eingebracht wurde, wird
die Staatsregierung aufgefordert, sich für Maßnahmen zur Versorgungssicherheit
einzusetzen.
Ziel ist es hierbei auch, die Produktion von Arzneimitteln und wesentlichen
Wirkstoffen wieder nach Deutschland und in die EU-Nachbarländer zurückzuholen.
Auch eine Expertenanhörung zu den Ursachen der aktuellen Lieferengpässe soll
durchgeführt werden.
Dazu sagt Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses und
gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion:
"Gerade in einem Land wie Deutschland ist es nicht nachvollziehbar, dass es nun
immer häufiger zu Lieferengpässen kommt. Das ist ein Alarmsignal. Das darf nicht
sein. Denn hier geht es um die Sicherheit für die Patienten."
Aktuell hat sich laut Bundesverband Deutscher Apothekerverbände (ABDA) die Zahl
der nicht verfügbaren Medikamente, für die es Verträge zwischen Herstellern und
Krankenkassen gibt, drastisch erhöht. 2017 waren dies 4,7 Millionen Packungen,
2018 9,3 Millionen und im ersten Halbjahr 2019 bereits 7,2 Millionen Packungen.
Darunter sind auch häufig eingesetzte Arzneimittel wie Ibuprofen, Antibiotika
oder Krebsmedikamente. Dazu Bernhard Seidenath:
"Mir ist wichtig, dass wir das Thema Versorgungssicherheit auch in den aktuell
angestoßenen Pharmadialog zwischen Gesundheits- und Wirtschaftsministerium auf
Landesebene einbringen. Dabei darf es keine Denkverbote geben. So könnte in den
Verträgen zwischen Krankenkassen und Arzneimittelherstellern künftig auch eine
Lieferverpflichtung für Pharmaunternehmen enthalten sein."
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Datum: 19.12.2019 - 15:06 Uhr
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