PIRATEN verurteilen die Bespitzelung der Angestellten durch den Modekonzern H&M
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private Daten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des zentralen
Servicecenters in Nürnberg sammelte, ohne dass die betroffenen Beschäftigten
davon wussten. In sogenannten "Welcome back Gesprächen" nach längerer
Abwesenheit wegen Krankheit oder Urlaub notierten Vorgesetzte intime Details der
Angestellten [1]. Die Daten reichen von detaillierten Krankheitsverläufen und
verschriebenen Medikamenten über Probleme mit dem Partner oder anderen privaten
Sorgen bis hin zu Beschreibungen, welche Beschäftigten mit welchen Partnern die
Nacht verbracht haben [2].
"Es ist ein Skandal, dass höchst private und intime Informationen von einem
Unternehmen über seine Angestellten gesammelt werden! Es gibt eine klare Grenze
zwischen dem Privatleben und der Privatsphäre und den Informationen, die einem
Unternehmen zugänglich gemacht werden können. Eine solche Grenzüberschreitung
ist ein unglaublicher Missbrauch des Vertrauens, das die Angestellten ihren
Arbeitgebern entgegenbringen," kommentiert Sebastian Alscher, Bundesvorsitzender
der Piratenpartei diese Vorfälle.
Martin Kollien-Glaser, Vorsitzender der bayerischen PIRATEN ergänzt: "Dass ein
Unternehmen seine eigenen Angestellten derart bespitzelt und intime Details aus
dem Privatleben sammelt, ist nicht hinnehmbar. Es ist vorallem davon auszugehen,
dass einzelne Vorgesetzte nicht von sich aus auf diese Idee kamen, ohne
Anweisung von Oben. Eine derartige Praxis des Modekonzerns verurteilen wir
PIRATEN auf Schärfste!"
Bekannt wurde der Skandal, weil die sonst nur Führungskräften zugänglichen Daten
versehentlich auf einem öffentlich zugänglichen Laufwerksordner abgelegt wurden.
Quellen/Fußnoten:
[1] http://ots.de/7BfUWF
[2] http://ots.de/jzoNAF
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Datum: 23.12.2019 - 07:04 Uhr
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