Warnendes Beispiel / Kommentar zu den Vorgängen in Thüringen / Von Jana Wolf
ID: 1791432
wird, war schon nach der Landtagswahl im Oktober 2019 absehbar. Rot-Rot-Grün
bekam keine Mehrheit. Und weil die CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD wie mit
der Linken kategorisch ausschloss und das bis heute tut, war der Weg zu einer
neuen Koalition blockiert. Wie vertrackt die Lage tatsächlich ist, ist erst
heute klar. Die thüringischen Vorgänge der vergangenen Tage sind ein warnendes
Beispiel für künftige Mehrheitsbildungen. Die demokratischen Parteien sollten
sich darauf gefasst machen, was noch auf sie zukommen kann. Es wird verdammt
kompliziert. Schrumpfende Volksparteien, erstarkende Ränder, eine tiefe Kluft
(auch parteiintern) - die Parteienlandschaft macht eine Metamorphose durch.
Mehrfach-Koalitionen und Minderheitsregierungen werden künftig häufiger
vorkommen, auf Landesebene und möglicherweise auch im Bund. Das stellt die
demokratischen Parteien vor gigantische Herausforderungen, keine Frage. Doch
anstatt sich auf veränderte Umstände einzustellen, klammern sie sich an alte
Strukturen und halten an alter Macht fest. Anstatt aus den Fehlern von Thüringen
Schlüsse zu ziehen, beharken CDU und FDP sich gegenseitig. Wieder nichts
gelernt. Man kann den für das Thüringen-Debakel verantwortlichen Parteien dabei
zusehen, wie sie sich winden. Viel Kraft wird darauf verwendet, Vorwürfe
abzuwehren. Allen voran die CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer, die alle in der
Pflicht sieht, nur nicht sich selbst. Dieses Abgeben von Verantwortung ist
beschämend. Und ganz sicher keine gute Vorbereitung für das, was noch kommen
kann.
Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de
Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/62544/4514719
OTS: Mittelbayerische Zeitung
Original-Content von: Mittelbayerische Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.02.2020 - 21:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1791432
Anzahl Zeichen: 2127
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Regensburg
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1015 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Warnendes Beispiel / Kommentar zu den Vorgängen in Thüringen / Von Jana Wolf"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Mittelbayerische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zukunft geMAInsam gestalten, so hatten die DGB-Gewerkschaften den gestrigen Tag der Arbeit, nun ja nicht besonders originell, überschrieben. Das fade Motto täuscht freilich nicht darüber hinweg, dass die Gewerkschaften hierzulande vor riesigen Herausforderungen stehen. Nach zweieinhalb Jahren C
Als Ministerin untragbar Anne Spiegel hat mit ihrem Verhalten nach der Flutkatastrophe an der Ahr ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Notfalls muss der Kanzler sie rauswerfen. Von Reinhard Zweigler ...
Was waren die Beileidsbekundungen der heutigen Bundesfamilienministerin Anne Spiegel von den Grünen eigentlich wert, die den Hochwasseropfern an der Ahr Betroffenheit bekundete? Ihr sei das Herz schwer und die Trauer lasse sie nicht los, sagte sie zu Beginn der Katastrophe. Doch kurz darauf packt
Die Impfpflicht macht Sinn / Gerade weil viele in der gefährdeten Generation Ü60 noch keine Impfung haben, könnte gesetzlicher Druck Unentschlossene zu dem Pieks bewegen. / Von Reinhard Zweigler ...
Es ist schon seltsam, wie schnell das Drama des Ukraine-Krieges das Aufregerthema der vergangenen zwei Jahre in den Hintergrund gedrängt hat. Corona - war da noch was? Gefühlt ist die Pandemie doch schon vorbei, trotz hoher Infektionszahlen. Die in vielen Bundesländern vollzogenen Lockerungen,
Weitere Mitteilungen von Mittelbayerische Zeitung
Regel und Ausnahme - Kommentar zum Selbstverständnis der FDP nach der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen ...
Die Empörung war groß, als sich jetzt zeigte, dass Freidemokraten in Erfurt gegen links auch mit aggressiven Rechtsradikalen paktieren. Das dabei oft mitschwingende Erstaunen aber ist selbst erstaunlich. Denn dass die FDP für ein "liberales Bürgertum" stünde, für gebildete, aufgekl
Demokratie geht uns alle an - Meinungsfreiheit und die Freiheit der Wahlen sind unantastbare Güter eines freien Landes ...
Stellungnahme von Dr. Christina Baum MdL, Vorsitzende des Arbeitskreises Linksextremismus in Baden-Württemberg, zu dem Rücktritt von Thüringens Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich (FDP): "Nach dem angekündigten Rücktritt von Thüringens neuem Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich, nac
phoenix live: Klausuren von SPD und FDP - Sonntag, 9. Februar 2020, 14.00 Uhr und 23.15 Uhr ...
Der SPD-Parteivorstand berät am Sonntag in einer Klausurtagung in Berlin Fragen der Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik. Als Gast wird der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke erwartet. Zum Auftakt ist ein Statement von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil vorgesehen. Möglicherweise wird der P
phoenix live: Koalitionsausschuss in Berlin - Samstag, 8. Februar 2020, 12.45 Uhr ...
Die SPD dringt nach dem Politbeben von Thüringen in der Großen Koalition auf eine überzeugende Abgrenzung der Union von der rechts-außen Partei AfD. Am Sonntag kommt auf Verlangen der SPD-Vorsitzenden der Koalitionsausschuss in Berlin zusammen, um die verfahrene Lage in Thüringen und das aus S




