Stipendiengesetz: Kritik waechst, Schavan schaltet auf Stur
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Stipendiengesetz: Kritik waechst, Schavan schaltet auf Stur
Nun auch noch die katholischen Hochschulgemeinden - die Liste der Kritiker an dem geplanten Gesetzesungetuem zu einem nationalen Stipendienprogramm wird immer Laenger. Offenbar wollen weder die Laender noch der Grossteil der Hochschulen, auch nicht die Studierenden oder die Wirtschaftsverbaende dieses als "Guttat" geplante Gesetz aus dem Hause Schavan. Zu ineffizient, zu teuer, zu ungerecht, zu buerokratisch und nicht zielfuehrend - viel vernichtender kann eine Kritik an einem Gesetzesentwurf nicht ausfallen. Nun fallen auch noch die katholischen Organisationen ab. Minister Pinkwart und Ministerin Schavan sind offenbar die letzten Befuerworter dieses Gesetzesvorhabens in Deutschland.
Wenn man sich die Zahlen aus NRW anschaut, wo Herr Pinkwart bereits seit 2009/2010 Landesstipendien vergibt, weiss man auch
warum: um mit 1.400 Stipendien gerade einmal rund 0,2 Prozent der Studierenden in NRW zu erreichen, muss eine Hochschule bis zu zwei Vollstellen mit der Mittelanwerbung und Stipendienabwicklung befassen. Schavan will im Vollausbau mit ihren Stipendien acht Prozent der Studierenden und damit das 40fache von NRW erreichen. Bei gleichbleibender "Effizienz"
braeuchte jede Hochschule dafuer rund 80 Verwaltungsfachkraefte zusaetzlich - ohne eine Kostenbeteiligung von Bund oder Land.
Wie soll das gehen, Frau Schavan?
Der unausgegorene Gesetzesvorschlag muss vom Tisch. Besser ist es, die bewaehrten Verfahren ueber die fachlich und personell gut aufgestellten Begabtenfoerderwerke zu staerken und vor allem den BAfoeG-Anspruch deutlich auszuweiten. Denn nur das BAfoeG senkt effektiv die finanziellen Barrieren zur Aufnahme eines Studiums.
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Datum: 15.04.2010 - 22:17 Uhr
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