Greenpeace-Studie: Ehrgeiziger Klimaschutz kann Hunderttausende Arbeitsplätze schaffen / Nahezu alle Szenarien zeigen positive Effekte einer schnellen ökologischen Modernisierung
ID: 1935409
Mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz schafft Arbeitsplätze und stärkt die Wirtschaft, zeigt eine heute veröffentlichte Studie der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) im Auftrag von Greenpeace. Als erste Metastudie ihrer Art in Deutschland analysiert sie 25 Klimaschutz-Szenarien aus insgesamt zwölf Studien auf ihre ökonomischen Folgen. Alle untersuchten gesamtwirtschaftlichen Szenarien zeigen dabei einen positiven Effekt verglichen mit dem Status Quo. Im Durchschnitt aller Studien entstehen durch ambitionierten Klimaschutz bis zum Jahr 2030 etwa 275.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Im optimistischsten Szenario sind es sogar 1,2 Millionen Jobs, im konservativsten immer noch 30.000. "Besserer Klimaschutz sorgt nicht für weniger, sondern für mehr Beschäftigung", sagt Greenpeace Volkswirt Mauricio Vargas. "Die Menschen in Deutschland profitieren, wenn die nächste Bundesregierung die ökologische Modernisierung mit aller Kraft voranbringt." (Die Studie online: https://act.gp/3jjgKSb)
Mehr Ehrgeiz, etwa durch eine Entfesselung des Ausbaus der erneuerbaren Energien, wirkt sich insgesamt positiv auf die deutsche Wirtschaftsleistung aus. Alle untersuchten Studien weisen im Schnitt bis zum Jahr 2030 eine Wachstumsbeitrag von 1,1 Prozent aus, im optimistischsten Fall sogar um 2,5 Prozent. "Ohne Nachbesserungen beim Klimaschutz verpasst die Wirtschaft Wachstumsimpulse und riskiert Wettbewerbsnachteile. Der gefährliche Rückstand der deutschen Autobauer beim Umstieg auf saubere Antriebe ist hier eine deutliche Warnung", so Vargas. "Die potenziellen Koalitionäre sollten diese Gefahr ernst nehmen. Ein schnellerer ökologischer Umbau stärkt die Wirtschaft und hilft, künftige Klimaschäden zu vermeiden."
Branchen profitieren unterschiedlich von mehr Klimaschutz
Hinter den kalkulierten gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen durch besseren Klimaschutz stecken deutliche Branchenunterschiede. Zu den klaren Profiteuren höherer Anstrengungen zählen die Bauwirtschaft und die Elektroindustrie. Gewinnen werden voraussichtlich auch der Handel und der Dienstleistungssektor sein. Schwieriger gestaltet sich der Umbau für die fossile Energiewirtschaft und die noch immer stark vom Verbrenner abhängige Automobilwirtschaft. Die sinkenden Beschäftigtenzahlen werden hier jedoch durch parallel wirkende positive Effekte gering ausfallen.
Pressekontakt:
Achtung Redaktionen: Für Rückfragen erreichen Sie Dr. Mauricio Vargas, Tel. 0151-11765567, oder Pressesprecher Gregor Kessler, Tel. 0151-72702918.
Internet: www.greenpeace.de. Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace auf Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook: www.facebook.com/greenpeace.de.
Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.10.2021 - 06:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1935409
Anzahl Zeichen: 2933
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Umweltpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 476 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Greenpeace-Studie: Ehrgeiziger Klimaschutz kann Hunderttausende Arbeitsplätze schaffen / Nahezu alle Szenarien zeigen positive Effekte einer schnellen ökologischen Modernisierung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Greenpeace e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hamburg, 13. 4. 2026 - Die Übergewinne der Ölkonzerne sind während der Waffenruhe zwischen den USA und Iran weiter deutlich gestiegen. Weil die Konzerne nach dem Ende der Kampfhandlungen die gesunkenen Rohölpreise nicht an die Kundschaft weitergaben, schnellten ihre Gewinne in Deutschland um ein
40 Jahre nach Chornobyl: Greenpeace-Aktive protestieren für Unterstützung bei Wiederaufbau der zerstörten Schutzhülle / Greenpeace-Report dokumentiert Folgen des russischen Drohnenangriffs ...
14. 4. 2026 - Vor dem 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Chornobyl protestieren zwei Greenpeace-Aktivist:innen mit einem "Stand With Ukraine"-Banner unmittelbar vor der Atomruine dafür, die Ukraine beim Schutz der Unfallstelle stärker zu unterstützen. Die durch einen russischen Dr
Greenpeace-Rechtsgutachten zeigt: Bundesregierung kann staatenlose Schattenflotten-Tanker stoppen / Acht Tanker ohne Flaggenzugehörigkeit haben deutsche Gewässer seit Dezember unbehelligt durchfahre ...
19. 2. 2026 - Die Bundesregierung verpasst es regelmäßig, flaggenlose Tanker der russischen Schattenflotte aufzubringen und hindert sie auch nicht an der Weiterfahrt. Dadurch steigt die Gefahr einer Havarie und Ölpest in der Ostsee. Greenpeace belegt mit einem neuen Rechtsgutachten (https://t1p.d
Weitere Mitteilungen von Greenpeace e.V.
"Am Tisch mit..." bei RTL: Armin Laschet bedauert vorgezogenen Atomausstieg ...
Eine Woche vor der Bundestagswahl stellt sich Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet in der RTL-Wahl-Sendung "Am Tisch mit Armin Laschet: Zuschauer fragen - Der Kanzlerkandidat antwortet" den persönlichen Fragen von Wählerinnen und Wählern. Beim Thema "Klima" gerät der CDU-C
Daten können nicht alles lösen/Kommentar von Svenja Bergt ...
pen Data, also das Bereitstellen öffentlicher, nicht persönlicher Daten, ist erst einmal etwas Gutes. Daten - etwa über die Pegelstände von Flüssen, den Stand des Breitbandausbaus oder Echtzeitdaten des öffentlichen Nahverkehrs - schaffen, in nutzerfreundliche Anwendungen gegossen, einen Mehrw
Greenpeace-Studie: Wer sich allein auf den CO2-Preis verlässt, wird Klimaziele verpassen / Bepreisung von CO2 muss von weiteren Maßnahmen begleitet werden ...
Berlin, 2. 9. 2021 - Eine Bepreisung von CO2 kann nur gemeinsam mit anderen Maßnahmen die deutschen Klimaziele erreichen - für sich allein wirkt der Preis zu schwach. Das zeigt eine heute veröffentlichte Studie von DIW Econ, einer Tochter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in
RTL/ntv Trendbarometer: 72 Prozent der Befragten sehen die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen als eine Folge des Klimawandels ...
72 Prozent der befragten Bundesbürger glauben, dass die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eine Folge des Klimawandels ist. 24 Prozent sehen den Klimawandel dafür nicht als ursächlich an. Ostdeutsche (58%) sind weniger häufig als Westdeutsche (75%) der Meinung, dass die F




